Bastian Benoa begeisterte zahlreiche Besucher in der Haiterbacher Laurentius-Kirche. Das Vorprogramm bestritten Matthias Trumpp und Sascha Kotschner.
Eine halbe Stunde vor Konzertbeginn stand vor dem Eingang zur evangelischen Kirche St. Laurentius bereits eine große Gruppe, die darauf wartete, dass das Tor sich öffnete. Es dauerte nur Minuten, bis im Kirchenschiff alle Bänke besetzt waren und für die Nachzügler nur noch Stehplätze übrig blieben. Im Raum vor dem Altar belegte die gut bestückte Tontechnik jeden Zentimeter.
Pfarrer Jonas Nau machte die Besucher mit den beiden Musikern des Vorprogramms bekannt: Matthias Trumpp und Sascha Kotschner, das Gesangs- und Musikduo. Pfarrer Trumpp aus Nagold (Gesang und E-Piano) wird bei seinen Auftritten als Liedermacher und Interpret seit etwa zwei Jahren von Gitarrist Kotschner begleitet.
Alle Bekenntnislieder und deren Melodieführung stammen aus Trumpps eigener Feder und beweisen mit jeder Zeile, dass auch Liedverse, die nicht mit einem Reimwort enden, die Zuhörer mit homogenen Sprachharmonien erreichen. Auch seine offene Art, das Publikum freundlich zum kräftigen Mitsingen der Kehrzeilen einzuladen, wurde von allen gerne wahrgenommen.
Funke springt schnell über
Die Verbindung zu ihm und Haiterbach führte Pfarrer Nau humorvoll auf drei gemeinsame Attribute zurück: Pfarrer, Musik, Fußball.
Vor dem Beginn des Hauptprogramms hatten alle Besucher Gelegenheit, die 15-minütige Pause zu nutzen und an den Ständen Getränke und warme Happen als eventuelles Abendbrot zu genießen.
Bastian Benoa (37) und seine vierköpfige Band gewannen dann ebenfalls ihr Publikum gleich mit den ersten Liedern. Benoa gab seiner Musik und den Texten seiner Songs durch die freimütig erzählten, eher unscheinbaren Alltagsbegegnungen eine emotionale Tiefe, die ihre geistliche Bedeutung auf völlig nüchterne, positive Weise deutlich machten.
Die neu arrangierten Psalmen-Inhalte waren für ein noch ungewohntes Hören der klaren Aussagen alttestamentarischer Worte geeignet. Dass Benoa mit diesen Melodien besonders die junge Generation im Blick hat, war keine Frage. Die große Anzahl der jugendlichen Gäste an diesem Konzert war für ihn und seine Band sicher eine Bestätigung.
Musiker erhalten Raum für Soli
Zu seinem Gesang wechselte Benoa zwischen Konzert-Gitarre und Mini-Keyboard, ließ aber seinen Bandmitgliedern auch Raum für angenehm überraschende Solo-Intermezzi. Lichtspiele durch den Saal boten ein buntes Farbenspiel. Trotz voran geschrittener Zeit erbaten sich die Besucher eine lange applaudierte Zugabe. Wie angekündigt, gestaltete das Ensemble auch den Sonntags-Gottesdienst in der Laurentius-Kirche als großes Lobpreis-Programm.
Bastian Benoa, als Bastian Rauschmaier in Laichingen geboren, erklärte zur Wahl seines Künstlernamens: „Zu meinem eigenen Vornamen ergab die Kombination aus den ersten Buchstaben meiner drei Söhne als Be-No-A eine ideale Ergänzung!“
Als Vierjäriger begann Benoas musikalische Ausbildung mit der Blockflöte, es folgten Saxofon und Klavier. Mit vierzehn war eine Gitarre sein Konfirmationsgeschenk, mit sechzehn schrieb er seine ersten eigenen Songs und war Mitglied der Punkrock-Band „Freequency“.
Drei neue Songs
Nach seinem Abitur leistete er seinen Zivildienst beim Evangelischen Jugendwerk Württemberg. 2009 trat er mit der Worship-Formation „Soul of Vision“ auf, wurde später deren Kollektivleiter. Nach seiner vielbeachteten Teilnahme an der Gesangs-Casting-Show „Voice of Germany“ nahm er ein erstes Album auf. Zwei weitere folgten.
Auch drei seiner neuesten Kompositionen gab Bastian Benoa dem Publikum als Vorgeschmack zu hören. Mit der jetzigen Formation seiner Band ist er seit drei Jahren unterwegs. Sie besteht aus Benjamin Steinhoff (Klavier), Samuel Brenner (Percussion), Sebastian Aißlinger, Lukas Weselowsky (beide Cello) und Bastian Benoa und seinem Gitarrensortiment.