Für hörbare Begeisterung sorgt beim Publikum das Konzert der Musikkapelle Gütenbach unter der Leitung von Andreas Rösch. Foto: Stefan Heimpel

Auf Atlantik-Inseln machte die Musikkapelle Gütenbach bei ihrem Jahreskonzert genauso Halt wie in der Märchen-Welt. Das Publikum bedachte die Darbietung mit viel Applaus.

Das Publikum in der gut besetzten Festhalle war auf jeden Fall begeistert, wie der Applaus nach jedem der Stücke zeigte. Und so konnte die Kapelle unter der Leitung von Andreas Rösch dann auch nicht ohne Zugaben von der Bühne gehen: Zum Abschluss boten die Musiker den Marsch „Herzog von Braunschweig“ und die gerade zu Weihnachten beliebten Melodien aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

 

Doch zunächst alles auf Anfang: Nach der schwungvollen Konzertouvertüre „Where Eagles Soar“, zu Deutsch „WO Adler fliegen“, ein musikalischer Ausflug in die Landschaft des US-Bundesstaats Maine, zeigte sich Vorsitzender Patrick Markon zufrieden mit dem guten Besuch bei diesem vorweihnachtlichen Konzert. Ein Gruß, verbunden mit nochmaligen Glückwünschen zur Wiederwahl, galt der alten und neuen Bürgermeisterin Lisa Hengstler. Besonderen Dank sprach Patrick Markon fünf musikalischen Aushilfen in der Kapelle aus Schönenbach, Rohrbach und Hammereisenbach aus.

Durch das Programm des Abends führten dann mit interessanten und lockeren Ansagen verschiedene Musiker der Kapelle. Nach dem Ausflug in die USA ging es im Konzert weiter mit einer musikalischen Geschichte über die Kapverdischen Inseln im Atlantik vor der afrikanischen Küste.

Zu hören war der Wind ebenso wie das Plätschern der Wellen am Strand. Aber auch schwierige Zeiten unter der Kolonialmacht Portugal und als Umschlagplatz im Sklavenhandel wurden spürbar. Und schließlich endete alles mit einem Fest in dem nun seit 50 Jahren unabhängigen demokratischen Staat. Auch hier jubelte das Publikum – zur Begeisterung trugen besonders die ausdrucksstarken Darbietungen der Musiker bei.

Melodien aus Aladdin

Weiter ging es mit der Märchenwelt: zuerst mit der Operettenmelodie „March of Toys“ von Victor Hubert, gefolgt von den beliebten Melodien aus Disneys Aladdin. Anschließend ging es nach Südamerika in die Stadt Maracaibo, die unter anderem durch den berühmten Freibeuter Francis Drake bekannt wurde.

Mit „Aus dem Studentenleben“ von Bedrich Smetana erklang im Anschluss eine Melodie aus der Romantik. Diese Polka, original für Klavier, schrieb er während seiner Studienzeit. Sie will die vielfältigen Erfahrungen junger Studierender, von Partys und Engagement bis zu Herausforderungen des Budgets und der Freizeitgestaltung musikalisch beschreiben.

Disco Groove und ein Kult-Hit

Weiter gab es dann einen Rückblick in die siebziger Jahre: Disco-Hits der bekannten Gruppe Boney Mwie – unter anderem „Daddy Cool“ – weckten Erinnerungen. Gegen Ende des Konzerts erklangen dann Kult-Hits der achtziger Jahre, arrangiert von Thiemo Kraas, zum Abschluss der bekannte Hit „Major Tom“.

Kein Wunder, dass das Publikum nach diesem gelungenen Konzert Zugaben forderte. Nach dem Konzert ging es in der Halle noch gemütlich weiter, unter anderem an der Bar.