Ein stimmungsvolles Benefizkonzert erlebten die Gäste in der nahezu voll besetzten Matthäuskirche in Schopfheim-Fahrnau.
Die Veranstaltung erfolgte in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde Schopfheim, welche die Kirche zur Verfügung gestellt hatte. Moderator Stefan Schmidt dankte in seiner Begrüßung für die Unterstützung der evangelischen Kirche. Durch ihn wurde mitgeteilt, dass es sich bereits um das zweite Benefizkonzert der Vereine handelte, das erste fand mit bestem Zuspruch der Besucher im Vorjahr im Evangelischen Gemeindehaus statt. In seiner Begrüßung sagte Stefan Schmidt, der selbst seit Jahren Vereinsmitglied ist: „Unser Ziel ist es, die Völker zu verbinden, ungeachtet der Hautfarbe, der Nationalität oder der Konfession“. Der Verein leistet eine karitative gemeinnützige Arbeit zur Verständigung aller Menschen. Die Vereinsgründung basiert auf der friedfertigen Verständigung aller Menschen mit einer Verbindung zwischen der Schweiz, Südafrika, Namibia und Deutschland. Es werden auch karitative Organisationen, wie Ärzte ohne Grenzen, unterstützt. Die Finanzierung des Vereins erfolgt über Vorträge, Seminare, Basare und Spenden. Im Rahmen des rund eineinhalbstündigen Konzertes stellte Schmidt zwei Projekte des Vereins vor. Der Verein möchte „Lichtpunkte setzen und die Sonne wieder strahlen lassen“.
Die Unterstützung des Projektes „Pro Indigena“ in Mexiko und Guatemala widmet sich den indigenen Gemeinschaften in der Region Comitán in Mexico mit Kursen für Zahngesundheit und Hebammenwesen. In der Grenzregion Huehuetenango in Guatemala wird die Ausbildung von Hebammen und Gesundheitsförderung mit den Schwerpunkten Mutter-Kind-Gesundheit und Gemeindegesundheit gefördert. Zwischenzeitlich sind 26 Dörfer beteiligt, ausgebildet wurden 151 Hebammen, 89 Gesundheits- und 32 Dentalhelfer.
Die Förderung des zweiten Projektes von Mary und Robert Notman betrifft „KidzCare Tanzania“ in Dar es Salaam . Es ist ein Projekt für ein Waisenhaus für HIV-positive Kinder unter zwei Jahren und ein angegliedertes Vor- und Grundschulprojekt. Auch der Bau einer weiterführenden Schule wurde durchgeführt. Hilfe erfolgt auch für Großeltern von HIV-positiven Kindern, deren Eltern verstorben sind. Moderator Schmidt wies darauf hin, daß ein Kind mit einer monatlichen Spende von 30 Euro die Schule besuchen kann, mit 50 Euro ist auch die Aufnahme im Heim inklusive des Schulbesuchs gewährleistet.
Die musikalische Umrahmung leistete ein Quartett mit Monika Wyss aus Basel (Gesang), Angelika Müssel (Geige) und Petra und Christoph Kohlbrenner als langjährige Aktive am Akkordeon. Das abwechslungsreiche Programm reichte von Stücken des Tango-Nuevo Spezialisten Astor Piazzolla (“Hay una Nina“, „Ave Maria“) über klassische Stücke wie Mozarts Adagio in C für Glasharmonika. Auch Johann Sebastian Bachs „Et exsultavit spiritus meus“ und Antonio Vivaldis „Presto des Violinkonzerts – amoll“ wurden zu Gehör gebracht. Monika Wyss mit ihrem klaren Sopran begleitete die Vorträge.
Zum Schluss des Programmes beeindruckte Christoph Kohlbrenner - er ist Dirigent des Akkordeon-Orchesters Herrischried - mit einem Stück des Jazzmusikers und Komponisten Richard Galliano „Tango pur Claude“. In der besinnlichen Atmosphäre des Konzerts war lebhafter Beifall der Lohn für die musikalische Unterhaltung. Am Ende wurde gemeinsam die Melodie „Der Mond ist aufgegangen“ mit einem variablen Text gesungen, dieser befand sich auf dem Flyer der Veranstaltung.
In der Pause konnten die Gäste Näheres über die Projekte erfahren.