Ein harmonierendes Gespann: Paul Potts (links) und der Wittlinger Trompeter Kevin Pabst beim Konzert in der Eimeldinger Reblandhalle Foto: Gottfried Driesch

Der Tenor Paul Potts machte auf seiner Deutschlandtournee in Eimeldingen Station. Mit auf der Bühne stand der Wittlinger Trompeter Kevin Pabst.

Umjubelt wurde das komplett ausverkaufte festliche Konzert mit dem englischen Weltstar Paul Potts (Tenor) und dem aus der Region stammenden Kevin Pabst (Trompete) in der Reblandhalle in Eimeldingen. Das Publikum konnte nicht genug bekommen und spendete zuletzt stehenden Applaus.

 

„Ich freue mich, dass ich wieder einmal in meiner Heimat spielen kann“, sagte Kevin Pabst – er stammt aus Wittlingen – zur Begrüßung. Man wolle die Zuhörer auf Weihnachten einstimmen. Pabst begleitet Paul Potts seit 2017 immer wieder auf dessen Tourneen durch Deutschland – so auch in diesem Jahr. Als dritter Musiker war der Pianist Florian Schäfer aus Wien als Begleiter mit dabei.

Stimmungsvolle Töne

Zunächst brachte jeder Künstler einen solistischen Teil zu Gehör. Mit stimmungsvollen Tönen begann Pabst mit „Ich bete an die Macht der Liebe“, dessen Melodie von dem Russen Dimitri Bortnianski komponiert wurde. Bezaubernd und mit geschmackvollen Verzierungen ertönte das bekannte Lied.

Deutlich beschwingter ging es weiter mit einer Melodie aus „Hello Dolly“, dem Musical von Jerry Herman.

„Granada“ schmetterte Paul Potts mit unheimlichem tenoralem Strahl in den Saal und zog die Zuhörer ganz in seinen Bann. Die Conférence zu seinen Stücken übernahm Potts in recht gutem Deutsch und einer Portion englischen Humors selber. Der Künstler offenbarte danach seine große musikalische Spannweite. „White Christmas“ und „Leise rieselt der Schnee“ passten genau in die Adventszeit. Mit lieblichen Tönen in allen Lagen demonstrierte er, dass er nicht nur schmettern kann.

Kevin Pabst und Paul Potts brachten gemeinsam „You’ll Never Walk Alone“ (Richard Rodgers) zu Gehör.

In „Rudolph the Red-Nosed Reindeer“ erzählte Pabst humorvoll musikalisch auf der Trompete die Geschichte vom Rentier mit der roten Nase. Bei „Heidschi Bumbeidschi“ animierte er die Zuhörer zum Mitsingen. Gemeinsam mit Potts erklang „What a Wonderful World“ (Louis Armstrong).

„Nessun dorma“ fehlt nicht

Wieder wurde deutlich, über welche stimmlichen Möglichkeiten der Tenor verfügt. Die Spannbreite ist gewaltig – von melancholisch, lieblich, ausdrucksstark bis leuchtend und strahlend. So erklang „Mariä Wiegenlied“ (Max Reger) und „Süßer die Glocken nie klingen“ ganz zärtlich und leise.

Natürlich durfte die „Erkennungsmelodie“ von Paul Potts nicht fehlen: „Nessun dorma“ aus Puccinis „Turandot“. Mit dieser Arie gewann Potts 2007 die britische Castingshow „Britain’s Got Talent“, womit seine internationale Kariere begann. Bei den letzten Tönen brandete frenetischer Jubel auf, der nicht abebben wollte.

Mit der Zugabe „Time To Say Goodbye“ verabschiedeten sich die drei Künstler und sagten auf Wiedersehen bei einem nächsten Konzert.