Die Kirche in Ebhausen war beim gemeinsamen Konzert des Gospelchors Ebhausen und der Blackbirds Jettingen sehr gut besucht.
Noch enger war es allerdings für die rund 100 Mitglieder der beiden Chöre, die dicht gedrängt im Altarbereich standen. Angesichts der vollen Kirche und der großen Anzahl gut gelaunter und stimmgewaltiger Sängerinnen und Sänger war schwer nachvollziehbar, dass Chöre zurzeit mit Nachwuchssorgen zu kämpfen haben.
Das Konzert begann mit „Someday At Christmas“, im Original gesungen von Stevie Wonder. Im Anschluss begrüßte Pfarrer David Gareis das Publikum und wies darauf hin, dass die beiden Chöre von Musikern und Gesangssolisten unterstützt würden. Chorleiter Peter Eisele legt allerdings Wert auf die Feststellung, dass die Gesangssolistinnen Helene Rinderknecht und Ellen Wehleit aus den Reihen des Gospelchores stammen. Als Musiker zu hören waren die jeweiligen Begleiter der beiden Chöre: Die Blackbirdband und Rainer Feuerbacher, der traditionell den Gospelchor am Piano begleitet.
Weiter im Programm ging es dann mit dem „Prelude To Bethlehem“, das auf dem Präludium D-Moll von Muzio Clementi basiert. Dabei war erstmals die Querflöte zu hören, gespielt von Margit Arndt-Leibinger, einer Sängerin der Blackbirds. Nach dem von Mariah Carey für den Film „The Grinch“ geschriebenen „Where Are You Christmas?“ folgte das erste Solostück der Blackbirdband, die dieses Mal neben den etatmäßigen Musikern Martin Schneider am Piano und Mathias Bär am Schlagzeug mit Ralph Gundel am Saxofon auftrat.
Eindrucksvolles Schlagzeugsolo
Zu hören waren im Konzertverlauf neben den in die Chorstücke eingebauten Soli eindrucksvolle Improvisationen über die Weihnachtslieder „Jingle Bells“, „O Tannenbaum“, „Stille Nacht“ und als Zugabe „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen“ mit einem eindrucksvollen Schlagzeugsolo.
Mit der Rubrik „Gospel und Poesie“ wurde eine kleine Tradition bei den Gospelkonzerten fortgeführt. Dabei bringen Chormitglieder dem Publikum jeweils einen Song näher. Marion Jaeckel verlas den deutschen Text von „Celtic Advent Carol“, Andreas Kirsch las die Übersetzung von „O Holy Night“, einem Weihnachtslied aus dem 19. Jahrhundert. Mit „Carol Of A Star“ und „Angels We Have Heard On High“ waren zwei Lieder zu hören, die auf französischen Weihnachtsliedern basieren.
Spannungsreiches Programm
Chorleiter Peter Eisele hatte das Programm spannungsreich zusammengestellt. So folgte auf das ruhige Wiegenlied „Mary Rocked The Little Baby“ der flottere Song „What A Heavenly Night“ in den das Spiritual „Mary Had A Baby“ eingearbeitet war. Die Chöre spannten den Bogen vom traditionellen englischen Weihnachtslied „The First Noel“ über das afrikanische „Sia Hamba“ bis hin zu Mariah Carey. Deren nach gefühlvollem Solo-Intro extrem mitreißendes „All I Want For Christmas Is You“ begeisterte das Publikum so, dass die Chöre es als zweite Zugabe noch einmal zum Besten gaben.
Pfarrer David Gareis gestand zum Ende des Konzerts, dass er sich nun schon richtig weihnachtlich fühlt. Er dankte den Chören, den Musikern, den Gesangssolisten, vor allem aber Peter Eisele, der die Gesamtleitung des Abends hatte und die Chöre punktgenau vorbereitet hatte.