Mit königlichen Klängen aus Schlössern und Burgen hat der Musikverein Dunningen bei seinem Jahreskonzert die Gäste in der voll besetzten Turn- und Festhalle nicht nur erfreut, sondern dem Publikum auch eine Lektion Geschichtsunterricht erteilt.
Die Zuhörer erlebten eine interessante musikalische Reise durch das spannende Mittelalter. Das Konzertprogramm der Gastgeber unter Leitung von Christoph Hohl ergänzten die beiden Nachwuchsorchester der Gesamtgemeinde, die „Beginners“ und die Jugendkapelle Dunningen-Seedorf-Lackendorf.
Gut vorbereitet, spielfreudig und äußerst konzentriert präsentierten sich sämtliche Akteure. Das aufmerksame Publikum revanchierte sich für die gelungenen Darbietungen mit reichlich Applaus.
Abschied bei den Jüngsten
Die “Beginners” eröffneten den Konzertabend mit den Stücken „A Million Dreams“, „Auld Lang Syne“ und einer Passage aus dem Musical „ Die Schöne und das Biest“. Zum letzten Mal standen bei den Jüngsten abwechselnd Fabienne Handke und Lisa Fischer am Dirigentenpult. Sie wurden vom Vorsitzenden Dominik Mauch an diesem Abend unter großem Beifall verabschiedet. Mauch würdigte das Engagement der beiden Musikerinnen und überreichte ihnen ein Geschenk.
Jugend begeistert
Anschließend stellte sich das gemeinsame Jugendorchester mit seinem Dirigenten Christoph Hohl vor. Die hoffnungsvollen Nachwuchsmusiker hinterließen bei „Fantastic Island“, dem rhythmisch ansprechenden „Havanna“ und „A medieval Suite“ einen ausgezeichneten Eindruck und überzeugten die Zuhörer von ihrem doch schon beachtlichen Leistungsstand.
Danach steigerte sich noch einmal die Anzahl der Musiker auf der Bühne. Die Aktiven nahmen Platz. Charmant führte Tanja Pfau durch das Programm und vermittelte fundierte Hintergrundinformationen zu den einzelnen Werken.
Streifzug durch die Geschichte
Der musikalische Streifzug durch die mittelalterliche Geschichte begann mit dem Konzertmarsch „Of glory and celebration“ von Naoya Wada. Danach wartete mit dem anspruchsvollen Musikepos „Of Castles and Legends“ aus der Feder des Österreichers Thomas Doss die erste große Herausforderung auf die Dunninger Musiker. In dem fast zehnminütigen Werk wird die Legende von der weißen Jungfrau auf der Kugelsburg aus dem 12. Jahrhundert erzählt. Dabei kommen vielfältige musikalische Stilmittel zum Einsatz.
Ein Zeitensprung
Danach folgte ein Zeitensprung in das achte Jahrhundert. Das Geschehen verlagerte sich von der hessischen Burganlage in das niederländische Deventer,wo der angelsächsische Mönchs Lebuinus im Zuge der Missionierung der heidnischen Sachsen eine Kirche errichtete, die später zerstört wurde. Peter Kleine Schaars hat das historische Ereignis in seinem Werk „Lebuinus ex Daventria“ verarbeitet. Anschließend erklang „Invercargill“, ein patriotischer Marsch mit neuseeländischen Wurzeln in einem Arrangement von Martin Scharnagl.
Ein etwas anderes Medley
Auch das etwas andere Weihnachsliedermedley „A Medieval Chistmas“ von Philip Sparke passte unter dass Motto. Mit dem ansprechenden Medley „Symphonic Rock – The Music of Queen and Genesis“ versetzten die Dunninger Musiker die Gäste in die Ära der beiden legendären britischen Rockbands.