In besonderer Atmosphäre spielen „Broken Silence“ vor vollem Haus in Dunningen. Foto: Bauman

Musik, die Herzen öffnet: „Broken Silence“ spielte in Dunningen für ein Kinderhospiz – und die Zuhörer waren voller Emotionen.

Mit einem emotionalen Benefizkonzert hat die Band „Broken Silence“ die Kirche in Dunningen bis auf den letzten Platz gefüllt – und damit selbst ihre kühnsten Erwartungen übertroffen.

 

Die fünf Musiker Henrik Noder, Christina Schaumann, Patrick Held, Samuel Bantle und Marcel Mauch organisierten bereits zum vierten Mal ein Konzert zugunsten eines Kinderhospizes. Was 2017 in Stetten begann, entwickelte sich über die Jahre zu einem Publikumsmagneten.

Schon damals wuchs das Interesse stetig: 2019 war die Kirche in Stetten so überfüllt, dass Broken Silence gleich zweimal hintereinander spielte. Für das nächste Konzert wagte die Band deshalb den Schritt in die deutlich größere Kirche in Dunningen – nicht ohne Sorge, dass der Raum mit seinen rund 900 Sitzplätzen zu leer wirken könnte. Doch das Gegenteil trat ein: Die Kirche füllte sich bis in die letzten Reihen, einige Besucher verfolgten das Konzert sogar im Stehen.

Auch für die Band selbst war dieser Zuspruch überwältigend. Spielten sie früher noch in kleiner Besetzung und mit minimaler Lichttechnik, präsentierten sie sich diesmal professioneller denn je. Möglich wurde das durch die ehrenamtliche Unterstützung von Lichttechniker Thomas Weber und seinem Team sowie Tontechniker Marc Schöndienst, die die Kirche in ein atmosphärisches Klang- und Lichtmeer verwandelten.

Musikalische Verstärkung

Musikalisch erhielt Broken Silence ebenfalls Verstärkung: Thomas Kuner aus Schramberg am Piano, Victoria Ahrens aus Konstanz am Cello sowie ein eigens zusammengestellter Projektchor aus Familienmitgliedern von Sängerin Christina Schaumann bereicherten den Abend. Für Gänsehautmomente sorgten zudem die beiden jungen Solisten Lean und Mia, die mit beeindruckender Sicherheit und Talent auftraten.

Die monatelangen Planungen und Vorbereitungen Henrik Noders und der Band seit April zahlten sich sichtbar aus – und vor allem hörbar. Die Rückmeldungen der Besucher waren durchweg begeistert. „Ich fand das Konzert absolut gigantisch! Bei Grönemeyers ‚Der Weg‘ hatte ich Tränen in den Augen“, berichtet Besucher Frank Rapp.

Auch Barbara Kimmich zeigt sich tief bewegt: „Es war einfach überwältigend. Stimmlich und instrumental auf höchstem Niveau. Die Auswahl der Songs ergreifend und begeisternd. Die Herzlichkeit und der Charme des Ensembles sind einfach nur wunderbar.“

Tränen bei Grönemeyer

Eine weitere Rückmeldung erreichte die Band direkt von Zuhörerin Jessi, die ihre Emotionen kaum in Worte fassen konnte: „Das Konzert war grandios. Ihr wart großartig. Ihr habt mich total abgeholt, meine Gefühle kann ich gar nicht in Worte fassen. Bei Herbert Grönemeyer sind mir die Tränen gelaufen – und das, obwohl es absolut nicht zu meinen Lieblingssongs gehört. Während dem Konzert wurde ein kleines Stück von mir geheilt. Ein Danke reicht nicht aus.“

Ein Abend voller Musik, Emotionen und Gemeinschaft – und ein starkes Zeichen dafür, wie viel Kraft ein Benefizprojekt entfalten kann, wenn viele Menschen mit Herzblut zusammenwirken.

Der gesammelte Spendenbetrag wird in den kommenden Tagen gemeinsam mit der offiziellen Übergabe bekannt gegeben.