Sie sind mit dem Abend sehr zufrieden: Fritz Beck (links) und Elke Beck (rechts) mit ihrer Servicemannschaft hinter der Theke der „Waldau“-Tenne. Foto: Richard Schuster

Trompeten, Flügelhorn und viel Herz: In der Waldau-Schänke in Buchenberg erlebten die Besucher ein stimmungsvolles Adventskonzert für den guten Zweck.

Bereits zum dritten Mal lud die Familie Beck zum „besonderen Adventskonzert“ in die Tenne ihrer Waldau-Schänke ein. Unter dem Motto „wir garantieren für nichts und geben alles“ spielten die „4 Pfuttli“ sowie „Die drei Bürgermeister“ für die rund 100 erwartungsfrohen Gäste auf.

 

Die Rathauschefs Rudolf Fluck (Mönchweiler), Martin Ragg (Niedereschach) und Andreas Braun (Unterkirnach) traten mit ihren Trompeten beziehungsweise Flügelhörnern in Aktion. Gemeinsam oder im Wechsel mit den Aasener Musikern Elisabeth und Georg Rist, Leander Binder und Rolf Wehrle, boten sie eine abwechslungsreiche und stimmungsvolle Auswahl an – nicht nur – vorweihnachtlichen Melodien.

Auch heuer wieder ging der gesamte Erlös der Veranstaltung an die Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe.

Nach Sektempfang, hausgemachter Nudelsuppe und einem ersten „Musikblock“, übernahm Andreas Braun das Mikrofon. Er fungierte, zwischendurch mal ganz ohne Trompete, als Conférencier und führte durch den Abend. Braun sagte, gerade in heutiger Zeit, in der eine „Ellenbogenmentalität“ immer mehr Raum greife, sei die „Waldau“ mit ihrem Engagement für die Katharinenhöhe ein Vorzeigeprojekt, bei dem gesellschaftliche Solidarität tatsächlich gelebt werde. Er lobte, ebenso wie später auch „Katha“-Geschäftsführer Stephan Maier, die Familie Beck mit emotionalen Worten. Deren Leitmotiv sei: „nicht schwätzen – machen“.

„Die Bürgermeister“ in Aktion: Rudolf Fluck (von links), Andreas Braun und Martin Ragg. Foto: Richard Schuster

Maier sprach von einer Unverzichtbarkeit der Spenden für die Arbeit seiner Klinik. Er nannte Beispiele und berichtete von teilweise „schwierigen“ Patienten, denen bei ihrer Problematik individuell geholfen werden könne und dankte für die Zuwendungen.

Nach dem Hauptgang – es gab von der Familie Hug aus Tannheim gespendeten Schinken im Brotteig – übernahm die Musik die Regie. Rudolf Fluck und Martin Ragg verzauberten mit vorweihnachtlichen Liedern, bevorzugt aus dem Alpenraum. Ob beim „Andachtsjodler“ oder „Still, still“, einem alten Salzburger Wiegenlied – sie spielten großartig auf. Mehrfach konnte Stephan Maier zwischen den einzelnen Beiträgen größere Einzelspenden von Privat- und Geschäftspersonen dankend entgegennehmen.

270 000 Euro Spenden

Überhaupt Spenden: Wie Fritz Beck bekannt gab, beliefen sich diese im Jahr 2025 auf rund 40 000 Euro. Damit, so sagte er nicht ohne Stolz, habe die „Waldau“, seit Beginn ihres Engagements für die Katharinenhöhe vor vielen Jahren, bis dato über 270 000 Euro sammeln können. „Und heute sind es wieder deutlich über 5000 Euro“.

In der Pause unterhielten Andreas Braun mit dem Flügelhorn gemeinsam mit Tochter Clara an der Querflöte die Besucher.

Im zweiten Teil des Abends spielten die „4 Pfuttli“ mit Zither, E-Bass und zwei Saxophonen ebenfalls weihnachtliche alpenländische Melodien, etwa die „Kärntner Hirtenweise“. Einer der Höhepunkte des Konzerts war sicherlich Leonard Cohens „Hallelujah“, das Fluck und Ragg den begeisterten Gästen brillant aufspielend präsentierten. Zu späterer Stunde gab es dann auch zünftige böhmisch-mährische Musik von den „4 Pfuttli“. Zusammen mit den Flügelhörnern der Bürgermeister klang das richtig klasse.

Zum Ende eines sehr gelungenen Abends in der „Waldau“ wünschte sich Fritz Beck den Klassiker „Der dritte Mann“ - auf der Zither hervorragend dargeboten von Elisabeth Rist.