Die Kapelle des Musikvereins Börstingen bietet beim Weihnachtskonzert ein abwechslungsreiches Programm, das die vielen Zuhörer in der Halle begeisterte. Foto: Steinmetz

Von Wikingern bis zu schmelzenden Gletschern: Beim Weihnachtskonzert entführte der Musikverein Börstingen sein Publikum auf eine klangvolle Reise.

Der Musikverein Börstingen trotzte Wellen und Sturm, nahm die Zuhörer mit in mystische Welten und kehrte nach einer langen Reise wohlbehalten wieder zurück. Das Weihnachtskonzert in der Mehrzweckhalle bot beste Unterhaltung.

 

Bis auf den letzten Platz war die Halle gefüllt, als die Jugendkapelle unter der Leitung von Dietmar Lohmiller das Konzert mit einer weihnachtlichen Komposition eröffnete. Dann ging es weiter mit Filmmusik: Die Nachwuchsmusiker spielten das Hauptthema von „Jurassic Park“ und anschließend den Konzertmarsch „Transformers“. Damit stimmten die Jugendlichen das Publikum auf eine lange musikalische und abenteuerliche Reise des 50-köpfigen Orchesters ein.

Segeln in stürmischer See

Mit „Voice of the Vikings“ führte sie zunächst in den Norden zu den Wikingern. Es ist eine aufwühlende symphonische Komposition von Michael Geisler. Sie beschreibt den Aufbruch ins Ungewisse, das Segeln auf stürmischer See, den Kampf, aber auch die erfolgreicher Heimkehr im sicheren Hafen. Dirigent Dietmar Bender hat mit seinen Musikern die Stimmungslagen sehr schön herausgearbeitet.

Sara Lohmiller (Mitte) hat den D3-Lehrgang erfolgreich abgeschlossen. Mit auf dem Bild sind (von links) Michael Haikalis, Katrin Koch, Vorsitzender Nils Schmider und Joachim Lohmiller. Foto: Steinmetz

Nach diesem Auftakt besuchten die Musiker mit Harry Potter die weltberühmte Schule für Zauberei und Hexerei. Auch dort gab es so manches Abenteuer zu bestehen – in Form etlicher musikalischer Herausforderungen. Es war eine rhythmisch anspruchsvolle Komposition mit schnellen Klarinettenläufen und unterschiedlichen Klangfarben.

Mit der Ballade „Carrickfergus“ steuerte die Kapelle ruhigeres Fahrwasser an. Bei dieser irischen Ballade beeindruckten die Solisten Manuel Herrmann am Tenorhorn und Florian Beuter am Flügelhorn.

Sahra Wörner ließ bei „Cassiopeia“ die Oboe erklingen. Damit war die Musikkapelle in südlichen Gefilden und in der Antike angelangt. Ein Trommelwirbel und erhabene Klänge kündigten das Erscheinen der schönen Königen am Hof an. Sie war allerdings nicht nur bildhübsch, sondern auch besonders eitel und wollte ihre schöne Tochter Andromeda einem Seeungeheuer opfern.

Die geehrten aktiven Musiker (von links): Julia Kittel, Marco Hartmann, Fynn Brutsche und Janosch Weigl. Foto: Steinmetz

Folgen des Klimawandels

Das Werk „Schmelzende Riesen“ hat der Börstinger Musikverein bereits beim Wertungsspiel in Rangendingen vorgetragen. Mit Erfolg: Die Jury bewertete die Leistung der Kapelle mit „sehr gut“. Der Komponist Armin Kofler wollte mit dem Musikstück auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam machen. Das Hingleiten der Eisberge, strömendes Gletscherwasser oder das Abschmelzen des Eises setzte die Kapelle musikalisch um.

Mit den „Pirates of the Caribbean“ gab es Filmmusik zu hören. Die Paula-Polka, der Marsch „Füreinander da“ und die Zugabe „Halleluja von Leonard Cohen setzten die Schlusspunkte des Programms.

Ehrungen

Erfolgreiche Musiker
Beim Weihnachtskonzert des Börstinger Musikvereins sind auch Musiker geehrt worden. Sara Lohmiller hat im August dieses Jahres erfolgreich am D3-Lehrgang im Musikzentrum Baden-Württemberg in Plochingen teilgenommen. Vorsitzender Nils Schmider steckte ihr die goldene Ehrennadel ans Revers. Die Jungmusikerin hat den Lehrgang mit 98 von 100 Punkten abgeschlossen. Für diese „tolle Leistung“ erhielt sie einen großen Beifall. Für zehnjährige aktive Mitgliedschaft wurden Fynn Brutsche, Max Hess (beide spielen Saxofon) und Janosch Weigl (Posaune) ausgezeichnet. Für 20 Jahre geehrt wurden Julia Kittel (Klarinette), Dominic Graf (Posaune) und Marco Hartmann (Schlagwerk).