Die Gastkapelle aus Neudingen überzeugt mit einer gelungenen Stückauswahl und einem vollen Klangkörper. Foto: Conny Hahn

Das Doppelkonzert des Musikvereins Kommingen zusammen mit der Musikkapelle Neudingen führte die Besucher musikalisch um die Welt. Das Programm war breit gefächert.

Eine musikalische Weltreise unternahmen die Besucher des Doppelkonzerts des Musikvereins Kommingen zusammen mit der Musikkapelle Neudingen am Samstagabend im Gemeinschaftshaus.

 

Die Vorsitzende Bettina Rösch freute sich über den großen Andrang in der voll besetzten Halle. „Wir haben eine Doppelpackung Musik für Sie geschnürt auf einer Bühne mit zwei Kapellen und einer gemeinsamen Mission: Sie gut zu unterhalten und glücklich zu machen“, stimmte sie die zahlreichen Gäste auf den Konzertabend ein und versprach damit keineswegs zu viel.

Die Gastkapelle aus Neudingen unter der Leitung von Dirigent Benedikt Hauger eröffnete den ersten Konzertteil, der unter dem Motto einer musikalischen Reise von Orient bis Großstadt stand. Manuel Zürcher führte dabei sehr unterhaltsam durch das Programm.

Freiheit des Reisens

Der Startschuss der Reise fiel mit der festlichen Ouverture „A Huntingdon Celebration“ in England, bevor es über den großen Teich in den US-Bundesstaat Oregon ging, wo die Musiker das Freiheitsgefühl des Reisens durch die weiten Ebenen gepaart mit ein wenig Abenteuerluft gekonnt interpretierten.

Eine geschickte Verwandlung von stadionreifen Musikhits in symphonische Blasmusik erklang anschließend in „Coldplay in Symphony“, um danach auf dem fliegenden Teppich in den Orient zu schweben und bei Jazz- und Swing-Elementen in die Geschichte von Aladdin, Prinzessin Jasmine und dem Flaschengeist Dschinni einzutauchen.

Trompeter Jonas Sauter aus Kommingen glänzt beim Doppelkonzert als sehr talentierter Solist mit der Liebeshymne „The Power of Love“. Foto: Conny Hahn

Nach dieser abwechslungsreichen Reise um die Welt landete die Reisegruppe unter dem Empfang mit der Hauptstadt-Hymne „Berliner Luft“ wieder in Deutschland. Die Reiseteilnehmer zeigten sich überaus zufrieden und forderten lautstark eine Fortsetzung der Reise ein. Diesem Wunsch kam der Reiseleiter mit „Don't stop believin'“ umgehend nach.

Nach der Pause nahmen die Gastgeber aus Kommingen unter der Leitung ihres Dirigenten Richard Sauter das Publikum mit auf ihre Reise, die ganz im Zeichen großer und starker Frauen stand. Passend dazu führten Daniela Maier-Scheu und Kaya Rösch durchs Programm. Dieses ließ zum Auftakt in die Welt der Indianerfrau „Pocahontas“ eintauchen, die den Dialog zwischen den Kulturen mit einem gelungenen Solo von Hannes Scheu am Es-Alt-Saxofon vermittelte.

Mary Poppins und Sissi

Das perfekte Kindermädchen mit Zauberkräften und jeder Menge Sinn für Spaß und Abenteuer konnte man in dem Medley „Selections from Mary Poppins“ förmlich durch die Halle wirbeln spüren, bevor mit dem berühmten „Kaiserin-Sissi-Marsch“ auf majestätische Weise an Elisabeth von Österreich erinnert wurde. Einen deutlichen Zeitsprung nach vorne machte das Orchester anschließend mit „2020´s Pop Divas on Stage“, wobei Raimund Zeller mit einem eleganten Flügelhorn-Solo glänzte. Eine der bekanntesten Liebeshymnen brachte der junge Trompeter und Solist Jonas Sauter den Besuchern mit „The Power of Love“ zu Gehör.

Seit zehn Jahren voller Freude und Begeisterung dabei (von links): Robin Sauter, Kaya Rösch und Elias Scheu. Kassierer Andreas Weber und die erste Vorsitzende Bettina Rösch freuen sich mit ihnen. Foto: Conny Hahn

Zum Abschluss ließen die Musiker im Medley „Nena“ unter anderem musikalisch 99 Luftballons steigen und sorgten damit erneut für Begeisterung, die sich in lauten Zugabe-Rufen widerspiegelte. Nach dem Rockhit „It's my life“ erklang mit der Polka noch „Eine letzte Runde“, bevor die musikalische Weltreise endgültig zu Ende war und der Abend gemütlich ausklang.