Die Musikkapelle Bitz wusste ihre Zuhörer zu begeistern. Foto: Schweizer

Die Musikkapelle Bitz stimmte mit einem erstklassigen Konzert in der Nikolauskirche begeisterte Besucher auf die Weihnachtszeit ein.

Was gibt es Schöneres für eine Musikkapelle und deren Leiterin, als mit stehenden Ovationen der Konzertbesucher für eine mehr als überzeugende Leistung belohnt zu werden. „Musik, die Herzen berührt – Klänge, die Räume füllen“ lautete das Motto dieses Benefizkonzertes.

 

Es sei das erste Kirchenkonzert nach 15 Jahren, verriet Moderator Benjamin Lebherz. Er prägte mit seinen Ausführungen zu den einzelnen Musikstücken den Abend entscheidend mit. Ihm gelang es, mit Geschichten und Gedanken zur Advents- und Weihnachtszeit, wobei er auch schwere Stunden von Menschen und freudige Erlebnisse thematisierte, die Herzen der Besucher zu berühren.

Die Jugendkapelle eröffnete das Kirchenkonzert. Foto: Schweizer

In der besonderen Atmosphäre der voll besetzten evangelischen Nikolauskirche eröffnete die Jugendkapelle unter der Leitung von Angelina Färber den Konzertabend mit zwei Weisen. Dazu gehörte „Let it go“ zum Märchen der Eiskönigin, wie der junge Moderator Moritz Schumacher verriet.

Das Orchester mit 50 Aktiven, in deren Reihen eine Saxofonistin als Neuzugang vorgestellt wurde, startete unter der Leitung von Ramona König mit „Vivaldi’s Winter“ von Steve Cortland überzeugend. Zu „The Saint and the City“ hatte Benjamin Lebherz die Geschichte des Engels Michael als Schutzpatron der Heiligen und den Kampf im Himmel gegen einen Drachen aus Johannes 12 gewählt. Dazu passte die eigenwillige Komposition von Jacob de Haan, welche die Kapelle überzeugend präsentierte, wobei die Schlagwerker im Mittelpunkt standen.

Zu einer atemberaubenden Interpretation in dem mit Lichtstrahlern und Kerzenschein ausgestatteten Gotteshaus wurde „Fix You“ von Dean Jones. Das Gebet „Vater unser“ verbindet die Menschen weltweit. Rudi Hofer hat dazu eine Komposition geschrieben, welche die Kapelle präsentierte.

Zu einem besonderen Moment wurde „Air from Suite No. 3“ von Frank Bernaerts. In der Kirchenmitte an einen Tisch sprach Benjamin Lebherz den Liedtext, dazu begleitete das Orchester. „Vivo Per Lei“ – „Ich lebe für sie“ – ist ein bekanntes italienisches Lied von Andrea Bocelli. Es folgte.

Benjamin Lebherz moderierte das Konzert. Foto: Schweizer

„Süßer die Glocken nie klingen“: Der Komponist Martin Scharnagl hat dazu mit „Sweet Bells Fantasy“ eine Fantasie geschrieben, die mit ihren Weisen und dem ausdrucksstarken Finale bei den Konzertbesuchern bestens ankam. Ebenso das Medley der schönsten Weihnachtslieder mit „Klingende Weihnacht“ von Josef Hastreiter. Dazu las der Moderator eine Weihnachtsgeschichte von Josef aus Nazareth der besonderen Art.

Da es sich um ein Benefizkonzert handelte, wurde kein Eintrittsgeld erhoben. Spenden gehen an das Ronald-McDonald-Haus in Tübingen. Dieses „Zuhause auf Zeit“ unterstützt Familien schwer kranker Kinder dabei, während der oft belastenden Behandlung in unmittelbarer Nähe bleiben zu können.

Mit „Ich bete an die Macht der Liebe“ von Alfred Bösendorfer gelangte das Konzert zu seinem Höhepunkt. Das Licht in der Nikolauskirche war abgedunkelt, in der Mitte standen zwei Mädchen mit langen blonden Haaren mit großen weißen Kerzen, die an Engel und die Weihnachtsbotschaft erinnerten.