Mehrere Zugaben waren nötig, um nach 35 Kompositionen den Blasmusik-Hunger der Gäste zu stillen. Foto: Gunar Haid

Erfolgreich und mit frischem Schwung ist die Polkagruppe Honk & Blow im voll besetzten Bierlinger Bürgerhaus in die neue Saison gestartet.

Rund 180 Besucher erlebten ein mitreißendes Konzert. Nach elf Ostermontags-Frühschoppenkonzerten mit Profi-Dirigent Toni Scholl – zunächst in Bierlingen, später in Wachendorf – präsentierten die Musiker über dreieinhalb Stunden beste und stimmungsvolle Blasmusikunterhaltung.

 

Mit quicklebendigen Interpretationen begeistern die 14 Musiker seit nunmehr 18 Jahren ein dankbares Publikum und haben sich einen großen Freundeskreis erspielt. Leiter Sebastian Duffner hat das Auswahlensemble des Musikvereins Bierlingen gezielt auf die kommenden Auftritte vorbereitet, neue Werke einstudiert und das Jahresprogramm 2026 mit über 35 Kompositionen eindrucksvoll vorgestellt.

Sieben neue Werke wurden erstmals präsentiert

Jochen Wohlhüter führte mit viel Witz durch das Programm und stellte die einzelnen Stücke sowie deren Komponisten vor. Sieben neue Werke wurden erstmals präsentiert: „Textilaku“, „Rauschende Feste“, „Kaiserwetter“, „Fliege mit mir“, „Roter Haferlschuh“, „Hoffmannstropfen“ mit Posaunensolo (Frank Faiss, Florian Oswald und Markus Kienzle) sowie „Augenblicke“.

Wahre Begeisterungsstürme löste das Saison-Opening 2026 von Honk & Blow mit Dirigent Sebastian Duffner im voll besetzten Bierlinger Bürgersaal aus. Foto: Gunar Haid

Auch die Solisten überzeugten auf ganzer Linie: Joachim Sattler, Ingo Ruggaber und Andreas Bauer am Bariton sowie das Trompetenquartett setzten besondere Akzente. Joachim Sattler („Humpa Humpa“) sowie Jochen Wohlhüter und Marian Buckenmaier („Bella Napoli“) begeisterten zusätzlich mit Gesangseinlagen.

In den Arrangements von Honk & Blow werden Marsch, Polka und Walzer vorwitzig und spektakulär dargeboten. Ob Klassiker, Evergreens oder moderne Ohrwürmer – unter anderem von den Fäaschtbänklern – jedes Stück überzeugte durch Virtuosität und überraschende Elemente. Die Leidenschaft der Musiker war jederzeit spürbar und wurde durch die präzise Zeichengebung des Dirigenten und Trompeters Sebastian Duffner souverän gesteuert.

Applaus des Publikums wollte kein Ende nehmen

Der Applaus des Publikums wollte nach den abschließenden Dankesworten von Jochen Wohlhüter kein Ende nehmen. Mit Klassikern wie der „Südböhmischen Polka“, dem Mosch-Abschiedsstück „Bis bald auf Wiedersehen“ sowie „Ciao d’amore“ und mehreren Zugaben setzte Honk & Blow den krönenden Abschluss.

Der nächste Auftritt findet am Maifeiertag ab 16.30 Uhr beim Maifest des Musikvereins Wiesenstetten statt.