Reichlich Applaus gibt es beim Konzert für Eric Crees’ Komposition „The birth of Conchobar“. Foto: Susanne Heinrich

Studierende der Musikhochschule Trossingen zeigten im Villinger Franziskaner ihr Können: ein Konzert mit Blechbläsern, Workshop-Resultaten und Eric Crees’ Handschrift.

Viele, viele Studierende gestalteten im Franziskaner in der Reihe „Junges Podium“ einen vielseitigen Konzertabend, der Einblicke in ihre Ausbildung zu Profimusikern gewährte.

 

Das Konzert war Ergebnis und Höhepunkt eines Workshops, den die Mitglieder des Instituts Positively Brass and Percussion-Ensemble der Musikhochschule Trossingen unter der Leitung von Eric Crees absolviert hatten.

Mit Eric Crees, 1952 in London geboren, konnte ein renommierter Posaunist und bekannter Arrangeur und Komponist für Blechbläsermusik gewonnen werden, dessen Erfahrung und Gelassenheit den jungen Musikern wohl bekam.

Auf Manches wartet man vergeblich

Mit präzisen, gut ablesbaren Bewegungen führte er die Bläserensembles genau dahin, wo er sie haben wollte, er forderte und bekam mit seiner schnörkellosen Art Aufmerksamkeit und Leistung. Alle Werke des Programms waren von ihm arrangiert und wurden im Vorfeld von den Professoren des Instituts mit den Studierenden eingeübt, so dass Crees auf dieser Vorarbeit aufbauen konnte. Eine eigene Komposition bildete den Abschluss des Konzerts.

Angelehnt an eine irische Saga war mit dem Stück „The birth of Conchobar“ eine Art Soundtrack zu dieser Geschichte zu hören, gemäßigt modern und vielfarbig instrumentiert. Zu den zwölf Blechbläsern gesellten sich hier drei Schlagzeuger, die allerhand zu tun hatten und zwischen ihrem reichhaltigen Instrumentarium herumwirbelten. Ansonsten suchte man vergeblich die in der Vorankündigung angekündigten Percussionisten des Instituts, die lediglich sehr dezente unterstützende Arbeit leisteten. Auch ein anderes Versprechen des als „Christmas Brass und Percussion Night“ angekündigten stimmungsvollen und besinnlich-festlichen Weihnachtskonzerts wurde kaum eingelöst: Lediglich drei Weihnachtslieder, die im gesamten Programm nur wenig Raum einnahmen, passten zu dieser Überschrift.

Junge Musiker interpretieren gekonnt

Festlich ging es aber im kurzweiligen ersten Teil des Programms zu. Mit einer Sinfonie aus „The fairy Queen“ von H. Purcell, einer Sarabande von Händel und zwei dreichörigen Canzonen des venezianischen Meisters G. Gabrieli erklangen strahlende und feierliche Töne, von den jungen Musikern gekonnt interpretiert.

Mit „Over the Rainbow“ setzten sich zehn Posaunen und ein Solist mit warmem Klang zum „Dahinschmelzen“ in Szene. Das begeisterungsfähige Publikum bedankte sich mit herzlichem Applaus für die Arbeit des Instituts, das gemäß seinem im Titel enthaltenen Wort „Positively“ die Entwicklung der zukünftigen Profis fördert und begleitet.