Voller Freude haben die Preisträger ihre Urkunden entgegen genommen. Foto: Musikakademie/Sabine Streck

Die 42 Preisträger der Musikakademie, die beim Regional-, Landes- und Bundeswettbewerb von Jugend musiziert brilliert hatten, zeigten stolz ihr Können im Chorraum des Franziskaner-Konzerthauses in einem einstündigen Konzert.

Jedes Jahr ist dieser Auftritt für die jungen Musiker der Lohn für ihre Ausdauer beim Üben und Lernen.

Freudig, erleichtert und doch ein bisschen aufgeregt spielten die Musikschüler perfekt auf ihren Instrumenten. Der Applaus des begeisterten Publikums fiel dementsprechend kräftig aus.

Aber nicht nur der wartete auf die Preisträger. Sie erhielten auch ihre Urkunden und einen Blumengruß von den Dozenten ausgehändigt.

Frank Neu hatte in seiner Begrüßung von einem anspruchsvollen Programm, bunt gemischt durch alle Altersklassen und Instrumente, gesprochen. Er und seine beiden Dozentenkollegen Nadia Sofokleous und Stephan D. Weisser, die zum Interimsführungsteam der Musikakademie gehören, hatten das Preisträgerkonzert in kurzer Zeit auf die Beine gestellt.

Vielfache Unterstützung

Die Laudatio hielt der wieder eingesetzte Kulturamtsleiter der Stadt, Andreas Dobmeier. Nach mehrmonatiger, intensiver Vorbereitung hätten die Schüler der Musikakademie die Fachjury überzeugt. „Jugend musiziert“ gebe musikalische Impulse, wecke die Neugier, gemeinsam zu musizieren.

Von den 42 Schülern, die beim Regionalwettbewerb erfolgreich waren, hatten neun beim Landeswettbewerb und vier beim Bundeswettbewerb in Lübeck reüssiert. Ohne die Lehrer, die die Schüler fördern, fordern und leiten, die als Mentoren den jungen Talenten helfen, ihr musikalisches Potenzial zu entfalten, gehe es ebenso wenig wie ohne die Unterstützung der Eltern, hob Dobmeier hervor. In der heutigen Zeit sei es nicht mehr selbstverständlich, die Kinder mit dieser Hingabe und diesem Einsatz zu unterstützen. Er sei sich sicher, dass die Kinder dies ihren Eltern auch später danken werden. Schließlich biete die Musik wertvolle Reflexion und innere Einkehr – und die Möglichkeit, ganz Mensch zu sein. „Die Musik ist Quelle der Freude, wenn sie gut gespielt wird.“

Das Konzert

Und genau dies wurde sie an dem Konzertabend. Luis Peixoto begleitete seine Schwester Elisa auf der Gitarre, als sie gefühlvoll „Summertime“ von George Gershwin sang. Hingebungsvoll spielten die beiden Schwestern Hanna und Lina Gallmayer vierhändig auf dem Flügel „Little Rhapsody on Hungarian Themes“ von Denes Agay und „Train Blues“ von Christopher Norton.

„Summer Rain“ von Morschek und Burgmann stimmten die hochkonzentrierte Anna Würdemann und ihr Lehrer Stephan D. Weisser auf der Gitarre an. Ebenfalls perfekte Gitarrenklänge zauberten Joshua Köhler und Felicitas Buchner auf ihren Instrumenten mit „Les Lilas“ von Thierry Tisserand. Einfühlsam und präzise erklang Jakob Fetschers Trompete bei Joseph Edouard Barats „Orientale“. Begleitet wurde er von Oksana Poliarush am Flügel.

Als wahrer Virtuose auf der Gitarre zeigte sich wieder einmal Luis Peixoto mit dem Präludium der Suite Nr. 1 von Johann Sebastian Bach. Den atemberaubenden Schluss des Abends spielten Simon Eisele und Thorben Maier auf ihren Klarinetten, begleitet vom Pianisten Alexandru Szabo mit dem Konzertstück Op. 114 von Felix Mendelssohn Bartholdy.