Das Jubiläumskonzert der Musikkapelle Zimmern wurde im Hof der Burg Hohenzollern zu einem einmaligen Erlebnis.
Die Zuhörer erlebten im Burghof einen eindrucksvollen Konzertabend. Einziger Wermutstropfen: Da es nach dem ersten Konzertteil anfing zu regnen, musste das vorgesehene Konzertprogramm abgekürzt werden.
Dirigent Joachim Schöpe hatte eigens ein niveauvolles Programm mit ansprechender Literatur zusammengestellt und im Vorfeld mit den Musikern einstudiert. Für gleich vier Musikanten, nämlich Lina Hölle (Trompete), Stefan Beck (Trompete), Sophia Schellinger (Klarinette) und Tim Eichinger (Horn) war es der erste Konzertauftritt. Als eloquenter Moderator bewies sich Martin Heckhoff, der gekonnt durch den Abend führte.
Eine musikalische Erzählung der Vereinsgeschichte
Zum Auftakt überzeugte die 50 Mitglieder zählende Kapelle mit dem „Festprolog“ von Martin Scherbacher. Musikalisch erzählt wurde dabei der Spaziergang durch Hailfingen (bei Rottenburg), umgeben von fruchtbaren, Feldern, Wiesen und Obstgütern. Ein erster Höhepunkt nahte mit „Die Sage der weißen Frau“ von Patrick Egge. Um die Sage gibt es viele verschiedene Mutmaßungen, darunter die Erzählung vom misslungenen Versuch, als Geliebte des Grafen Friedrich XII. während der Burgbelagerung in der Dunkelheit Pulver und Salben in das Burginnere zu bringen.
Als Premiere und nächsten Höhepunkt an diesem Jubiläums-Konzertabend folgte das durch Dirigent Joachim Schöpe komponierte anspruchsvolle Werk „L’amore per la musica“ (Die Liebe zur Musik), getreu zum Motto des Musikvereins Zimmern. Anlass dafür ist das 100-jährige Bestehen des Vereins. Es wird darin die wechselvolle 100-jährige Geschichte des Zimmerner Orchesters kunstvoll vorgestellt: Begonnen bei der Gründung, über die Phase des Zweiten Weltkriegs, die Zeit des Wiederaufbaus bis hin zum Aufbruch zu einem glücklichen Vereinsleben.
Musiker platzieren sich auf Treppe zur Stammbaumhalle
Der zweite Konzertteil symbolisierte ein Computerspiel, wobei eine ganze menschliche Zivilisation über mehrere Jahrtausende geführt werden darf. Dabei stehen die Bereiche wie Städtebau, Wirtschaft, Militär, Forschung und Kultur im Mittelpunkt. Da allmählich der Regen einsetzte, wurde ohne Pause weiter musiziert. Zu Gehör kamen dabei auch moderne Stücke, etwa „We will entertain you“ (Robie Williams) „Everybody (Backstreet Boys) und „Wannabe“ (Spice Girls). Zwischenzeitlich platzierten sich die Musiker wegen des einsetzenden Regens auf der Treppe zum Aufgang in die Stammbaumhalle. Als Zugabe folgte abschließen – wie passend – das „Hohenzollernlied“.