Die Hauptkapelle samt ihrem Dirigenten Fabio Beilharz begeisterte auf ganzer Linie. Foto: Anton

Zum Jahresausklang entzündete der Musikverein „Concordia“ Hardt in der Arthur-Bantle-Halle ein fulminantes Feuerwerk der Musik.

Vor einem Jahr hatte die Übergabe des Taktstocks von Dirigent Daniel Weißer an Fabio Beilharz stattgefunden und so war das Konzert für ihn eine Premiere, die er mit Bravour meisterte.

 

Vor einer voll besetzten Festhalle musizierten drei Orchester: unter Leitung von Lisa-Marie Ganter das Vororchester, unter Leitung von Fabio Beilharz die Jugendkapelle Ha-Rö-Wa sowie unter der neuen Leitung die Hauptkapelle des Musikvereins, für deren Auftritt eigens ein Bühnenvorbau nötig war.

Botschafter der guten Laune

Der Vorsitzende Dirk Pfaff konnte viele Ehrengäste begrüßen, darunter den Kreisverbandsehrenvorsitzenden Rudolf Staudenmaier sowie die ehemaligen Dirigenten Hermann Hirt, Robert Stuhlberg und Daniel Weißer.

Schon die Eröffnung durch das große Vororchester weckte Lust auf den Querschnitt aus Tradition, Jazz, Rock, Pop, Musical und zeitgenössische Kompositionen. Kompetent angesagt setzten die jüngsten Musikerinnen und Musiker den Titel „Happy“ mit der Botschaft der guten Laune an den Beginn.

Das Vororchester unter der Leitung von Lisa-Marie Ganter. Foto: Anton

Keineswegs zum Einschlafen war „The lion sleeps tonight“ aus „König der Löwen“. Zur Vorweihnacht erklang der Mariah Carey-Hit „All I want for Christmas is you“. Die Musiker trugen rote Mützen, die Leiterin fungierte als „Reindeer“. Der kräftige Beifall forderte eine Zugabe, die mit dem Filmtitel „Drachenzähmen leicht gemacht“ gern gewährt wurde.

Es folgte die Jugendkapelle (Juka) „Ha-Rö-Wa“. Mit Trommelschlägen des „Bolero nocturno“ eröffneten die Jugendlichen. Nach und nach kamen immer mehr Instrumentenregister dazu und der Tanz gipfelte in einem großen Tutti.

Das Jugendorchester mit Dirigent Fabio Beilharz war auf den Punkt genau vorbereitet. Foto: Anton

Die „Easy Pop Suite“ war aufgeteilt in Rock, Reggae und Disco. Während zunächst rhythmische Passagen durchs Orchester wanderten und sich im Tutti vereinigten, entstand im Reggae ein Dialog zwischen Bässen und Holzbläsern. Der Klang wurde farbenreicher und gesanglicher beim Disco.

Zum Abschluss servierten die Jugendlichen „Selections from Tarzan“. Das Medley enthielt Kontraste zwischen Bass und flinken Rhythmen. Tierlaute und Signalrufe geisterten durch den Urwald. Da passte die Zugabe „Eye of the Tiger“.

Interessante Stilwechsel

Mit sechs zündenden Stücken übernahm die Hauptkapelle des Musikvereins. Die Moderation übernahmen Selina Beha und Lioba Marte. Eröffnet mit „Fanfare – The Benefaction from Sky und Mother Earth“, erklang eine Darstellung von „Wasser, Grün und Erde“. Interessant war der Stilwechsel von rasanten Läufen und hymnischen Weisen.

Gegensätzlich war „The Magic Mountain“, eine Komposition der ÖBB, die nachzeichnete, wie aus der Idee einer Bahnlinie über den Semmering der historische Bau wurde. Gelungen waren die Arbeitsgeräusche mit motorischen Rhythmen, Fabriksignalen und Trillerpfeife.

Schottland-Fans kamen auf ihre Kosten mit „The Castle in the Highlands“. Vor dem geistigen Auge tauchten Highlands mit nebelverhangenen Bergen und Burgruinen auf.

Komponist als Dirigent

Das Rätsel, wer sich hinter dem Namen des Komponisten Thomas Lefuet verbarg, löste sich, als die Kapelle den Konzertmarsch „Wir sind Blasmusik“ spielte – allerdings unter anderem Leiter, nämlich Thomas Teufel, den Beilharz als Freund und Mentor bezeichnete. Ein Highlight war, dass der Komponist am Dirigentenpult stand. Mit Spaß ließ die Kapelle die rasanten Läufe vom Stapel.

Zum Abschluss nahm die Kapelle die Zuhörer zur 80er Kult(Tour)2. Das Medley vereinte Hits der 1980er mit Bläsersound, Rhythmus und Nostalgie. Zu hören waren emotionale und rockige Melodien und mit „Major Tom“ ein Klassiker.

Die begeisterten Zuhörer bekamen nach ihrem tosenden Applaus im Stehen als Zugabe die „Perger Polka“.