Doppelquartett mit Eberhard Seger an der Gitarre. Foto: Gudrun Gehr

Lieder der Klassik und Schlager hat der Männerchor Maulburg zum Jahreskonzert gesungen.

Rund 100 Zuhörer sind beim festlichen Jahreskonzert des Männerchors Maulburg in der evangelischen Kirche zusammengekommen. Den rasanten Alltag vor der Kirchentür ließen die Sänger mit wohltuender Stimmung vergessen, teilt der Chor mit. Das Programm, als Überraschung angekündigt, bot Musik aus unterschiedlichen Genres: aus Klassik, Volksmusik, Oper und Schlager.

 

Dirigentin Elena Saric hatte mit den Sängern anspruchsvolle Stücke einstudiert. Seit vielen Jahren verstehe sie es, mit Geduld, Diplomatie und großem professionellem Können aus den 21 Sängern das Beste herauszuholen.

„Hello again“

Am E-Piano begleitete Michael Herrmann. Zum Auftakt sang der Chor „Hello again“ von Howard Carpendale. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Dieter Klaus erklang der Eröffnungschor „Erhebet das Glas“ aus der Oper Ernani von Verdi. Danach präsentierten die Sänger Variationen des Forellenquintetts. Der Zyklus startete mit dem Grundthema „Die Forelle“ von Schubert, gefolgt von Versionen nach Mozart, Beethoven, Weber, Wagner, Liszt und einer Variante nach Wiener Art. Den Abschluss des ersten Konzertteils bildete das Lied der Toten Hosen „Tage wie diese“.

Bereichert wurde das Konzert durch die Instrumentalgruppe Tepui. Die sechsköpfige Schülergruppe der Musikschule Mittleres Wiesental steht unter der Leitung des Musiklehrers Rafael Lobo. Mit Cuatro, Geige, Bratsche, Cello und Querflöte brachte das Ensemble dem Publikum lateinamerikanische Musik näher.

Solisten Eberhard Seger

Nach den virtuos vorgetragenen Stücken übernahm wieder der Gesang das Zepter. Das namenlose Doppelquartett intonierte „Sound of Silence“ von Simon und Garfunkel. Mit dem Solisten Eberhard Seger erzählten die Sänger anschließend die „Legende von den zwölf Räubern“, einer russischen Volksweise. Mit „Freude schöner Götterfunken“ und „John Braun’s Body“ animierte die Gesangsgruppe das Publikum zum Mitsingen.

Der zweite Konzertteil begann mit „Ein Freund, ein guter Freund“. Mit „Über den Wolken“ von Reinhard Mey entführte der Chor die Zuhörer in luftigere Gefilde. Zurück auf der Erde erklang in feinen Abstufungen der berühmte Chor der Gefangenen „Nabucco“ von Verdi. Das Programm endete mit einem Gedicht auf die Liebe, vorgetragen von Hans-Günter Haschock. Der Chor sang passend dazu „Plaisir d’amour“. Die eingeforderten Zugaben erfüllte der Chor mit dem besinnlichen „O du stille Zeit“ und „Weihnachtsglocken“.