Die Jugendkapelle „Dreiklang“ bekam in Bollenbach reichlich Applaus. Foto: Aberle

Das Herbstkonzert der Jugendkapelle verdeutlichte am Samstagabend, dass sich eine spannende Perspektive für die kommenden Jahre ergeben könnte.

Das Jahreskonzert der Jugendkapelle „Dreiklang“ am Samstagabend war ein voller Erfolg. Das Dorfgemeinschaftshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. In seiner Begrüßung blickte Vorsitzender Jonas Müller in erwartungsvolle Gesichter – Eltern, Großeltern und Freunde wollten sich das musikalische Ereignis nicht entgehen lassen. Für das leibliche Wohl sorgte der Freundeskreis der Stadtkapelle.

 

Den Auftakt bestritten die „Klangfänger“, die – wie die Jugendkapelle – aus jungen Musikern aus Haslach, Mühlenbach und Hofstetten bestehen. Unter Leitung von Johannes Becherer eröffneten sie das Konzert mit dem Stück „Startklar“. Die 14 Nachwuchsmusiker meisterten das Werk mit Bravour.

Anschließend führte die musikalische Reise nach Avignon. Schon bei den ersten Tönen von „Sur le pont d’Avignon“ war das Publikum begeistert. In vier Variationen präsentierten die jungen Musiker das Stück in unterschiedlichen Stimmungen – von der vertrauten Melodie über eine ruhige, fast andächtige Passage bis hin zu einem schwungvollen Tanz mit fulminantem Finale.

20-jähriger Dirigent führte das Orchester sicher

Es folgten ein energiegeladener „Monster-Rock“, ein gefühlvoller Blues und ein Ausflug auf einen arabischen Markt. „Ihr habt mit Freude und Talent gespielt – das war richtig stark“, lobte Jonas Müller. Alle Mitglieder haben bereits das Juniorleistungsabzeichen erworben und sammeln nun erste Orchestererfahrung.

Nach einer kurzen Pause übernahm die Jugendkapelle „Dreiklang“ die Bühne. Unter dem Motto „Helden und Abenteuer“ präsentierten die rund 40 Musiker ein abwechslungsreiches Programm. Den Auftakt machte das imposante Werk „Saturn, the Ringed Planet“, das das Publikum auf eine klangliche Reise ins Weltall entführte. Dramatische und zarte Passagen wechselten sich ab.

Der erst 20-jährige neue Dirigent Philip Ott stellte sich mit diesem Werk eindrucksvoll vor. Mit viel Körpereinsatz führte er das Orchester sicher durch die musikalischen Höhen und Tiefen.

Die Musiker zeigten höchste Konzentration

Nach einem energiegeladenen Flug über die Insel Dragon folgte ein besonders emotionaler Moment: Das Orchester interpretierte die Filmmusik zu „Schindlers Liste“. Statt heroischer Klänge dominierten leise, berührende Töne. Sandra Rissler brillierte an der Soloklarinette – stehend am Rand des Orchesters spielte sie mit großer Ausdruckskraft und wurde mit langem Applaus belohnt.

Mit dem Stück „Adventure“ wurde das Publikum erneut auf eine spannende Reise mitgenommen. Fanfarenklänge eröffneten das Werk, das von Mut, Spannung und Entdeckergeist erzählte. Besonders das Zusammenspiel von Tenorhorn und Holzbläsern in einem eindrucksvollen Solo begeisterte. Die Musiker zeigten höchste Konzentration – der dramatische Schluss bildete einen würdigen Höhepunkt.

„Pirates of the Caribbean“ bildete den Abschluss

Ein Ausflug in die Welt der Dinosaurier mit dem „Theme from Jurassic Park“ ließ die Zuhörer in die Klangwelt des Films eintauchen. Den Abschluss bildete die mitreißende Filmmusik zu „Pirates of the Caribbean“, bei der das Orchester noch einmal sein ganzes Können zeigte.

„Was für ein Abend! Wir können wirklich stolz auf das sein, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben“, resümierte der stellvertretende Vorsitzende Benedikt Obert. Mit den „Klangfängern“ und der Jugendkapelle ist der musikalische Nachwuchs bestens aufgestellt.