Voll bei der Sache zeigen sich die Musiker – hier Hörner und Saxophone, Posaunen und Tenorhorn – und schenken dem Publikum einen harmonischen Abend. Foto: Reinhardt

Sichtlich froh zeigte sich der Vorsitzende des Deißlinger Musikvereins, Manuel Traber. Nach dreijähriger Abstinenz erlebten die Besucher in der Mehrzweckhalle das Jahreskonzert der Kapelle. Endlich.

Eine volle Halle mit Gästen war der Lohn der zahlreichen Proben von Jugendkapelle und Hauptkapelle. Selbst der 102 Jahre alte Eddy Krohn ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit Sohn Ralf und Schwiegertochter Maria, das Konzert zu genießen.

 

Und das war enorm. Einen flotten Auftritt legte das Jugendorchester hin, mit „Festivations“ von Thomas Asanger. Danach wurden die begeisterten Gäste ins Paris des 19. Jahrhunderts entführt. „I Dreamed A Dream“ aus dem Musical „Les Misérables“, Musik Claude-Michel Schönberg, nach dem Roman von Victor Hugo.

Eddy Krohn (links) ließ es sich mit seinen 102 Jahren nicht nehmen, das Konzert zu besuchen. Foto: Reinhardt

Die Jugendkapelle blieb mit ihren dritten Titel in Paris: „The Hunchback of Notre Dame“ oder „Der Glöckner von Notre Dame“ wurde großartig interpretiert, Robin Nikol hatte ganz Arbeit geleistet. Antonia Ulbrich und Emma Buhl glänzten mit ihrer Moderation.

Nicht ohne Zugabe

Die Zuhörer ließen die jungen Musiker, die sich mit Mitgliedern der Hauptkapelle verstärkt hatten, nicht ohne Zugabe von der Bühne. „Viva La Vida“ oder „Es lebe das Leben“ von der britischen Rockband „Cold Play“ kam zu Gehör.

Juliana Amann glänzt ebenso mit ihrer Oboe wie Volker Basler mit dem Saxophon. Foto: Reinhardt

Nach einer kurzen Umbau-Pause hatte die Hauptkapelle ihren Auftritt. Filmmusik stand auf dem umfangreichen und schwierigen Programm. Zuerst ging es in die USA, wo die „Glorreichen Sieben“ für Ordnung sorgten. Danach ging es nach Transsylvanien. Die Musik wurde von Jim Steinman komponiert. Der Tanz der Vampire, ein Schwierigkeitstitel der Oberstufe, war einfach brillant.

In der Karibik

Dann machten die Musiker einen Sprung in die Karibik. Bei „At World’s End“ aus „Fluch der Karibik“ gab es einige Soli, die exzellent von Volker Basler (Saxofon), Juliana Amann (Oboe) und Ronja Lissy (Klarinette) interpretiert wurden.

Von Liane zu Liane

Dann schwang sich „Tarzan“ von Liane zu Liane. Die Filmmusik dazu schrieb Phil Collins. „Two Worlds“ trug unter anderen dazu bei, dass Film und Musical ein Welterfolg wurden.

Zum Abschluss durften die vielen Gästen noch Zirkusluft schnuppern. Die Filmmusik zu „The Greatest Showman“ schrieben Benj Pasek und Justin Paul. Zu Gehör bei der „Suite From the Greatest Showman“ kamen: The Greatest Show, Never Enough, This is Me und From Now On. Der Film beschreibt die Geschichte des Zirkus Barnum. Ein nicht enden wollender Beifallssturm erzwang eine Zugabe mit „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“.

Anerkennung gibt es für Dirigent und Moderatorinnen (von links): Robin Nikol, Stefanie Normann, Steffen Lohrmann, Manuel Traber, Antonia Ulbrich und Emma Buhl. Foto: Reinhardt

Danach gab es noch vom Vorsitzenden, Manuel Traber, und seinem Stellvertreter, Steffen Lohrmann, Blümchen für Dirigent Robin Nikol, Moderatorin Stefanie Normann sowie für die Moderatorinnen der Jugendkapelle, Antonia Ulbrich und Emma Buhl, je ein Geschenkumschlag.