Thomas D erfüllt die Erwartungen seiner Fans in Rottweil voll und ganz. Foto: Weisser

Thomas D & KBCS und die Band „Make a Move“ haben am Freitagabend in der gut gefüllten Stadthalle die Herzen der Rap-Hip-Hop Fans höherschlagen lassen und für einen unterhaltsamen, stimmungsvollen und chilligen Abend gesorgt.

Die gut gelaunten Gäste dankten beiden Bands mit reichlich Applaus. Gefeierter Star der Jazzfest-Veranstaltung war Thomas D, Teil der Stuttgarter Hip-Hop- Gruppe „Die Fantastischen Vier“ (Fanta vier). Er startete vor einigen Jahren mit der Instrumentalband „The KBCS“ ein neues musikalisches Projekt.

 

Wegen des Rappers, der schon etliche Soloalben aufgenommen hat und auf einem Hof in der Eifel lebt, waren sicherlich die meisten Besucher gekommen. Die Erwartungen seiner Fans wurden vollauf erfüllt.

Ein echtes Energiebündel

Energiebündel Thomas D präsentierte eineinhalb Stunden Titel aus seinem eigenen üppigen Songschatz sowie mehrere Aufnahmen der „Fanta vier“ – allesamt mit der Band „KBCS“ aufgenommen, also in neuem musikalischem Gewand. Der Hip-Hop Sänger erwies sich zudem als unterhaltsamer Entertainer.

Es gibt viel zu lachen

Es gab reichlich zu lachen. Doch dann folgten sofort wieder die zeitlosen, tiefgründigen Thomas D – Texte in seinen Songs. Die im eigenen Studio entstandenen Aufnahmen sind keine reinen Coversongs, vielmehr interessante Interpretationen altbekannter Titel: Sprechgesang umrahmt von geradlinigen Basslines, sphärischen Keyboard – Klängen und souligem Gitarrensound.

Star mit Rückenwind

Der Song „Rückenwind“ aus dem Jahr 1997, er zählt zu den bekanntesten Soloaufnahmen von Thomas D, hat durch die „KBCS- Musik“ zum Beispiel einen cooleren Touch bekommen und hebt sich vom Original deutlich ab. Bei „Gott ist mein Zeuge“ (ein Fanta- Song aus dem Jahr 2014) begeisterte Lars Cölln mit einem längeren Gitarrensolo.

Die Band, ihr gehören noch Lucas Kochbeck (Drums), Nicolas Börger (Keyboards) und Daniel Stritzke (Bass) an, stellte sich zwischendurch mit zwei Instrumentaltiteln vor. Das verschaffte Thomas D Zeit, um Luft zu holen für das Finale.

Make A Move bringen das Publikum auch im zweiten Teil des Abends in Bewegung. Foto: Weisser

Make A Move als zweite Band

Nach einer Zugabe (Thomas D: „Wir sind nur die Vor-Band“) machten er und seine Musikerkollegen Platz für die siebenköpfige Brass-Funk-Rap Formation „Make A Move“. Diese hatte es nach dem begeisternden Auftritt von Thomas D nicht leicht – es war eher eine undankbare Aufgabe. Doch davon ließ sich die Band aus Berlin nicht einschüchtern. Die Vollblutmusiker gaben sich recht spielfreudig und wurden ihrem Ruf als gute Liveband mit Bläsersatz gerecht. Der Name der Band ist Programm: In den Gängen links und rechts wurde zur Musik der Gruppe getanzt.