Einen gelungenen Konzertabend bereitete das Luftwaffenmusikkorps Erfurt rund 100 Gästen auf der Burg Hohenzollern.
Nach einem Begrüßungssekt im historischen Ambiente des Burghofes wurde das Publikum vom Blechbläserensemble „Blechstaffel“ mit einem Tusch vom Eingangshallenbalkon aufgefordert, die Plätze im festlich geschmückten Grafensaal einzunehmen.
Nach einer kurzweiligen Ansprache von Burgverwalterin Anja Hoppe übernahm Clemens Haußmann das Mikrofon. Als Vorsitzender des Freundeskreises der Burg Hohenzollern erklärte er, dass der Erlös des Abends in die Rekonstruktion eines Kirchenfensters der evangelischen Burg-Kapelle fließen werde, das im Januar durch einen Sturm zerstört worden sei.
Die Bundeswehr-Musiker traten in Laufe des Abends in verschiedenen Formationen auf. So eröffnete das Querflöten-Ensemble das Konzert mit eher zarteren Klängen, gefolgt von einer fetzigen Einlage der „Blechstaffel“ in Kombination mit Schlagzeug und dem Duo Sopransaxophon und Marimbaphon.
Militärischen Schneid mit einem Augenzwinkern legte das Schlagzeug-Ensemble auf das Parkett: Fünf Trommler in Reihe, die im Staccato das Publikum sowohl durch Akkuratesse beeindruckten, als auch durch Slapstickeinlagen zum Schmunzeln brachten. Beim folgenden Ensemble teilten sich unter anderem vier Musiker ein Instrument, das Marimbaphon, ein überdimensionales Holz-Xylofon.
Alles in allem zeigte sich das Musikkorps von einer modernen und humorvollen Seite und bewies, dass es nicht nur traditionelle Märsche kann, sondern auch Filmmusik, Swing, Rock und Pop.
Oberstleutnant Tobias Wunderle, der Leiter des Luftwaffenmusikkorps Erfurt, blickte sichtlich zufrieden aus der zweiten Publikumsreihe, von der aus er seinen Ensembles vertrauensvoll musikalische Freiheiten einräumte. Das Publikum – darunter auch Landrat Günther-Martin Pauli –dankte den Musikern mit stehenden Ovationen und ließ den Abend mit Sekt und Plausch im Burghof ausklingen.
Die Bewirtung übernahmen Mitglieder des Freundeskreises der Burg Hohenzollern, die sich im Nachhinein darüber freuten, dass durch diese Veranstaltung die Hälfte der Summe für die Rekonstruktion des Kirchenfensters zusammengekommen ist.
Dazu trugen auch die Sponsoren bei.