Die Jugend wünscht sich einen Treff in Schuttern und hat den Rathauskeller in den Blick genommen. Matthias Morton (von links), Till Armbruster, Janosch Matuschyk, Robin Kempf, Simon Walter und Ortsvorsteher Jürgen Silberer haben sich die Räumlichkeit einmal gemeinsam angesehen und über Möglichkeiten diskutiert. Foto: Bohnert-Seidel

Ortsvorsteher Jürgen Silberer hat Schutterns Heranwachsende zur Ortsbegehung eingeladen. Dabei wurde der Wunsch nach einem Treffpunkt laut.

Der Jugendreferent Matthias Morton weiß um die Bedürfnisse der Jugend nach einem Treffpunkt in Schuttern. Eindeutige Signale schenkten ihm dabei unter anderem Janosch Matuschyk, Simon Walter, Robin Kempf und Till Isenmann. Die Vier wären begeistert von einem Treffpunkt mit regelmäßigen Öffnungszeiten im Rathauskeller. Selbst sehen sie sich als Sprecher für die Jugendlichen im Ort. Deutlich erkennen sie in dem Raum ein Potenzial, dass gut 20 Jugendliche ad hoc im Raum zusammenbrächte. So viele warteten laut der Vier auf einen Treffpunkt in Schuttern.

 

Ortsvorsteher Jürgen Silberer weiß um den erstarkten Wunsch der Jugend, schließlich spielten alle vier auch Handball im Verein des TuS. Dienstags und donnerstags sei Training, aber ein Freitag oder ein Mittwoch wären ein guter Tag, um den Raum zu öffnen. Diese beiden Tage favorisieren die Jugendlichen. Für den Jugendtreffpunkt in Schuttern soll jetzt ein Konzept erarbeitet werden.

Aktuell trifft sich Jugend auf Basketballplatz

„Von heute auf morgen lässt sich der Rathauskeller leider nicht öffnen“, so Silberer. Tatsächlich sei der Rathauskeller in einer technischen Abklärung über eine Freigabe. Silberer sieht darin keine großen Bedenken, allerdings mahlten die politischen Mühlen nicht immer sehr schnell, warf er ein.

Gemeindereferent Morton ist die Umsetzung des Raumes in einen Jugendtreffpunkt sehr ernst. Eingeladen sei die Schutterner Jugend auch jederzeit nach Friesenheim in das Jugendbüro zu kommen. Die Einladung hörten die Jugendlichen sehr wohl, geben jedoch ein klares Bekenntnis für den eigenen Ort: „Wir wollen uns in Schuttern treffen.“ Zur Haustür heraus und in den Rathauskeller, das sei der eindeutige Wunsch.

Heute trifft sich die Jugend gern auf dem Basketballplatz oder auf der Bank an der Grundschule. Aber der Wunsch nach einem eigenen Raum in Schuttern sei sehr groß. Ideal sei der Rathauskeller zudem, weil er auch über entsprechende Fluchtwege und gute sanitäre Anlagen verfüge. Immerhin wurde der Rathauskeller 2011 für die Nutzung des Jugendbüros in der offenen Jugendarbeit freigegeben. Im Jahr 2015 wurden außerdem 3000 Euro in die Sanierung investiert. Aber nach einiger Zeit wurde es wieder still um die Jugend. Der Treffpunkt hatte ausgedient. Ein neuer Anlauf soll gemacht werden.

Bands fanden bereits Heimat im Rathauskeller

Viel brauche es ohnehin nicht. Die Musikboxen würden die Jugendlichen von Zuhause mitbringen und die Playlist sei auf dem Smartphone abrufbereit. In der Garage im Rathauskeller steht zudem ein Tischkicker bereit und müsste nur noch in den großen Raum getragen werden. Über die Feuchtigkeit auf dem unteren Bereich des Kellers würden sie sich nicht stören. Schließlich gehe es lediglich um die Öffnungszeit an maximal zwei Werktagen bis maximal 22 Uhr. Holzbänke würde auch ausreichen.

Bereits 2020 hatte Herbie Wickertsheim für die von ihm gegründete Band „The Worlderers“ die Nutzung des Rathauskellers als Probenraum angefragt und grünes Licht erhalten. Viele Jahre blieb die Band im Rathauskeller, ist jedoch vor gut einem Jahr nach Seelbach in Räume bei der Evangelischen Kirche umgezogen. 2024 wollten junge Rapmusiker im Rathauskeller ihren Probenraum einrichten. Diese Jugend hatte im Rathauskeller nur ein kurzes Stelldichein. Jetzt hoffen Schutterns Jugendliche auf einen festen Raum als Treffpunkt in Schuttern.

Aktuell wird der Raum gern für Kindergeburtstage von Schutterern genutzt. Die Narrenzunft trifft sich im Rathauskeller für die Fasnachtsparty der Kinder. Jetzt hoffen die Jugendlichen auf grünes Licht.

Nutzung

Das Rathaus in Schuttern wurde 1804 erbaut. Der Keller war viele Jahre als Narrenkeller der Schutterner Zunft Kruttstumpe in Funktion. Zuletzt wieder bei der Rathausstürmung am schmutzigen Donnerstag.