Welche Auswirkungen, der Durchgangsverkehr in Meßstetten auf die Anwohner der Ortsdurchfahrt haben, wurde bereits vorigen Herbst untersucht. Ein Integriertes Verkehrskonzept soll nun Aufschluss bringen, wie sich die Verkehrslage auf die Gesamtstadt auswirkt. Auf dessen Basis können dann Lösungsansätze erarbeitet werden.
Meßstetten - Nicht nur durch die Kernstadt Meßstetten brettert der Verkehr, auch in den Ortsteilen beklagen Anwohner der jeweiligen Ortsdurchfahrt den Lärm, der vom Durchgangsverkehr herrührt. Auch die damit einhergehenden Probleme wie die Schadstoffbelastung, Defizite in der Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer sowie eine verminderte Aufenthaltsqualität sind bekannt. Doch wie stark die Auswirkungen des Verkehrs sind, müssen zunächst gemessen und beziffert werden, um eine valide Lösung für die jeweiligen Orte zu finden.
Maßnahmen zur Lärmminderung
Derzeit wird im Rahmen eines Lärmaktionsplans für die Ortsdurchfahrt Meßstetten Maßnahmen zur Lärmminderung erarbeit – zumal mit der Entwicklung des Interkommunalen Industrie- und Gewerbeparks auf dem Areal der ehemaligen Zollernalbkaserne am Meßstetter Ortsrand eine Verkehrssteigerung zu erwarten ist. Doch die Stadt Meßstetten möchte diesbezüglich einen Schritt weiter gehen und gib einen Integrierten Verkehrsentwicklungsplan in Auftrag, der nicht nur den motorisierten Verkehr, sondern auch die Parksituation, die Fußgänger und Fahrradfahrer unter die Lupe nimmt. Und das nicht nur in der Kernstadt, sondern auch in den sechs Stadtteilen.
Lösung auf Basis einer Verkehrsanalyse
"Bevor wir schauen können, wo der Weg in den nächsten Jahren hingeht, brauchen wir eine Bestandsanalyse", erklärte Stadtbauamtsleiter Claus Fecker in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Konzeptentwicklung wird nach einstimmigem Votum der Gemeinderäte die SSW GmbH aus Ludwigsburg übernehmen zu einem Angebotspreis von 54 228 Euro. Im ersten Halbjahr wird eine Verkehrserhebung und Bestandsaufnahme unter Berücksichtigung aller wichtigen Verkehrsströmen erstellt. In der zweiten Jahreshälfte folgt in Abstimmung mit Stadtverwaltung und Gemeinderat eine Konzeptentwicklung mit Lösungsansätzen, in die möglicherweise auch die Bürger miteinbezogen werden.
Im Rahmen einer Lärmkartierung wurde im vergangenen Herbst als eine mögliche Lösung für den belastenden Verkehrslärm angeregt, die erlaubte Geschwindigkeit auf maximal 30 Stundenkilometer in der Meßstetter Ortsdurchfahrt zu reduzieren. "Aber da muss man vorsichtig rangehen und schauen, was Tempo 30 für die Verkehrsteilnehmer bedeutet", meinte Claus Fecker.