Wurde am Tag der offenen Tür des Landratsamtes eingeweiht: der Kontrollpunkt für Navigationsgeräte (von links) mit Michael Riede, Leiter des Vermessungs- und Flurneuordnungsamtes, Silke Lanninger, Dezernentin Ländlicher Raum, Landrat Sven Hinterseh und das Team des Vermessungsamtes. Foto: Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis

Navigationsgeräte, Smartphones, intelligente Uhren – die Orientierung in unserer Welt wird immer digitaler. Doch woher weiß man eigentlich, ob man richtig steht?

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – gemäß diesem Motto können die Bürger im Schwarzwald-Baar-Kreis nun anhand eines einzelnen, festgelegten Punktes in der Region genau feststellen, ob ihr Gerät seine Position richtig bestimmen kann.

 

Ein Mittel zur Kontrolle

„Mit diesen Kontrollpunkten haben Sie die Möglichkeit, die Genauigkeit ihres GNSS/GPS-Empfängers zu testen“ – so wirbt das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung für die „hochgenauen Kontrollpunkte“, die es mit Unterstützung der Behörde im ganzen Land verteilt gibt. Einer davon ist jetzt auch im Schwarzwald-Baar-Kreis zu finden.

Hier ist er zu finden

Am Tag der offenen Tür des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis anlässlich des 50. Jubiläums wurde von Landrat Sven Hinterseh ein solcher Kontrollpunkt für Navigationsgeräte eingeweiht. Der Kontrollpunkt steht auf dem Gelände des Landratsamtes an der Abzweigung des Fußweges zur Christy-Brown-Schule und dem Gymnasium am Hoptbühl.

„Bei Navigationsgeräten denkt jeder zuallererst an sein Navi im Auto. Den Wenigsten ist bewusst, dass auch jedes Smartphone einen einfachen Satelliten-Navigationsempfänger besitzt, um seine Position zu bestimmen“, berichtet Michael Riede, Leiter des Vermessungs- und Flurneuordnungsamtes.

Auf den Zentimeter genau

Mit diesem Kontrollpunkt, dessen Standort von Vermessungstechnikern des Landratsamtes auf den Zentimeter genau bestimmt wurde, kann nun jeder die Genauigkeit der Standortbestimmung seines Smartphones überprüfen. Sie liegt bei handelsüblichen Geräten zwischen drei und 15 Meter.

Mit dem Kontrollpunkt soll bewusst gemacht werden, dass hinter vielen alltäglichen Anwendungen vermessungstechnische Grundlagen stecken. Das Vermessungs- und Flurneuordnungsamt will so junge Menschen auf den interessanten und vielseitigen Berufszweig Vermessung aufmerksam machen.