Bei der konstituierenden Sitzung des Rangendinger Gemeinderats gab es viel Dank für die jahrzehntelange Treue vieler Mitglieder
Nachdem sich die Ortschaftsräte in Bietenhausen und Höfendorf bereits in der vergangenen Woche neu aufgestellt haben, gab es nun im Rangendinger Gemeindehaus ein größeres Stühlerücken: Nach der Kommunalwahl im Juni standen einige Veränderung im Gemeinderat an – aber auch viel Anerkennung für langjährigen ehrenamtlichen Einsatz.
Anerkennung für 40 Jahre Amtszeit
Vier Jahrzehnte ist Magdalena Dieringer (Freie Wähler) bereits Mitglied im Rangendinger Gemeinderat. Bürgermeister Manfred Haug hatte extra eine Ausgabe des Amtsblatts aus dem Jahr 1984 mitgebracht, n der ihre erste Berufung in das Gremium erwähnt wurde – Dieringer war damals noch Studentin. Haug fügte schmunzelnd hinzu, dass beim Beginn von Dieringers Ratskarriere von den anwesenden Vertretern der Verwaltung nur er selbst (er war damals acht Jahre alt) und Hauptamtsleiter Oliver Freiberg überhaupt geboren waren.
Dieses besondere Präsent gab es für Magdalena Dieringer
In den 40 Jahren habe sich Dieringer als stellvertretende Bürgermeisterin, Listenführerin der Freien Wähler und Kreisrätin engagiert und habe etwa auch bei den dem Bau vom Kreisverkehr und der Seniorenwohnanlage in Rangendingen sowie unzähligen sozialen Themen mitgewirkt. Haug überreichte ihr als besonderes Präsent für vier Jahrzehnte Ehrenamt eine Ehrenurkunde mitsamt einer großen Stehle vom Gemeindetag, auf der ihr Name und die Zahl 40 eingraviert ist. Von den Freien Wählern gab es einen großen Blumenstrauß.
So hat sich der Frauenanteil seit 1984 verändert
Der Bürgermeister hob in seiner Laudatio hervor, dass Dieringer vor 40 Jahren die einzige Frau im Gremium war: Inzwischen gebe es elf Männer und acht Frauen im Rangendinger Gemeinderat, so der Bürgermeister: „Im Zollernalbkreis sind wir damit der ausgeglichenste Rat“. Dass man in Rangendingen so hervorragend aufgestellt sei, sei auch ihr Verdienst.
Diese Ehrungen gab es unter den verbleibenden Räten
Groß war der Dank des Bürgermeisters auch für Reinhold Dieringer, der sich in seinen 20 Jahren etwa mit Themen wie Natur- und Umweltschutz befasst habe. Für zehn Jahre im Gemeinderat wurden Ute Dieringer, Natalie Huber und Siegfried Kuhn geehrt: Sie erhielten eine Ehrennadel vom Gemeindetag. Paul Maichle (zehn Jahre) war krankheitsbedingt nicht anwesend, seine Ehrung wird nachgeholt.
Diese Räte wurden verabschiedet
Der Bürgermeister verabschiedete insbesondere Rudolf Strobel, der 21 Jahre im Rat war und laut Haug nicht nur einen Fokus auf Themen wie Gewerbe und Finanzen hatte, sondern auch ein Jahr als Nachrücker einsprang. Ebenfalls verabschiedet wurden Uta Schoder, Jochen Böß, und Simon Assfalg, die jeweils zehn Jahre im Gremium waren: Auch für sie gab es eine Ehrennadel. Simon Heck und Wolfgang Kleer wurden nach fünf Jahren im Gemeinderat verabschiedet: Kleer ist weiter im Höfendorfer Ortschaftsrat vertreten. Für die scheidenden Räte gab es viel Applaus, als sie ihre Plätze am Ratstisch räumten.
Das sind die neuen Gemeinderäte
Haug hieß im Anschluss die neu in ihr Amt gewählten Gemeinderäte willkommen: Von der Liste der Rangendinger Bürger sind dies Jürgen Wild, Marion Kelm und Jessica Bürkle. Von den Freien Wählern sind Elvira Heck, Patrick Dorfschmidt, Melanie Schilling und Anja Haug neu dabei. „Mit einem guten Gremium steht oder fällt der Erfolg der Gemeinde,“ erklärte der Bürgermeister, bevor er die 19 Mitglieder des neuen Gemeinderats vereidigte.
Das sind die neuen Stellvertreter des Bürgermeisters
Jeweils einstimmig wurden Erik Wendt zum ersten Stellvertreter des Bürgermeisters und Magdalena Dieringer zur zweiten Stellvertreterin gewählt.
Was geschah noch?
Unter anderem wurde die Wahl der Ortsvorsteher Marion Kelm (Bietenhausen) und Gerd Beiter (Höfendorf) sowie ihre Stellvertreter bestätigt. „Toi, toi, toi, auf gute Zusammenarbeit“, hieß es von Bürgermeister Haug.