Der Gemeinderat Jungingen in der aktuellen Zusammensetzung nach der Kommunalwahl 2024 Foto: Kauffmann

Vor der Kommunalwahl erklärten sich nur vier amtierende Gemeinderäte bereit, erneut zu kandidieren. Bürgermeister Oliver Simmendinger verpflichtete daher ein fast ganz neu zusammengesetztes Gremium bei der konstituierenden Sitzung.

Der Gemeinderat Jungingen besteht aus zehn Mitgliedern, sechs davon hat Bürgermeister Oliver Simmendinger bei der konstituierenden Sitzung am Donnerstag im Gemeindesaal verabschiedet: Frank Speidel, Bernd Bumiller, Martin Weinschenk, Markus Zeller, Matthias Kohler und Dominic Grams. Nur vier amtierende Gemeinderäte waren bei der Kommunalwahl im Juni diesen Jahres erneut angetreten.

 

Gemeinderat realisiert viele große Projekte

In der zurückliegenden Amtsperiode haben auch sie daran mitgearbeitet, ihren Heimatort voranzubringen. Simmendinger nennt bei seinem Rückblick einige Projekte, die dafür beispielhaft stehen. Darunter die Umstellung auf die hellere LED-Beleuchtung, die Sanierungen der Fassade des Grundschulgebäudes und der Bahnhofstraße sowie den Beginn der Sanierung des Sportplatzes. Weiterhin im Gespräch bleiben wird sicher die Einrichtung des JuLiA-Seniorenzentrums. Das Thema „ist nicht vom Tisch“, so Simmendinger. Außerdem hat der Gemeinderat ein „Gemeinde-Entwicklungskonzept“ auf den Weg gebracht und die Idee eines neuen Sanierungsgebiets – bei dem Privatpersonen und öffentliche Hand Zuschüsse erhalten – steht im Raum. So wird auch dem neuen Gremium die Arbeit nicht ausgehen.

Es bleiben noch Projekte zu erledigen

Martin Weinschenk wirkt schon 20 Jahre mit

Ehrungen für zehn Jahre Mitgliedschaft im Gemeinderat

Was das bedeutet, wissen auch all jene Gemeinderäte, die dem Gremium schon sehr lange angehören oder angehört haben. Sich im Gemeinderat zu engagieren, bedeute ein „großer zeitlicher Aufwand und große Verantwortung“, so Simmendinger. Und weiter: „Wer über mehrere Legislaturperioden gewählt worden ist, hat sicher viel richtig gemacht“. Der Bürgermeister hat die konstituierende Sitzung daher traditionell genutzt, um die langjährigen Mitglieder auszuzeichnen. Für zehn Jahre: Pascal Merkle, Frank Speidel und Bernd Bumiller.

Ehrungen für 20 und 25 Jahre Mitgliedschaft im Gemeinderat

20 Jahre gehörte Martin Weinschenk dem Gemeinderat an. Wie Simmendinger sagte, hatte Weinschenk eine „ganz besondere Sicht auf die Dinge“, er habe Fragen gestellt, die andere nicht gleich gestellt hätten und den Ort so vorangebracht.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft hat der Bürgermeister Alexander Pick ausgezeichnet. Simmendinger: „Wer über so lange Zeit die Stimmen der Wähler bei sich behält, zeigt, dass ihm die Gestaltung der Gemeinde am Herzen liegt.“

Pascal Merkle und Miriam Diebold sind Stellvertreter

Nach den Ehrungen hat Simmendinger sämtliche Gemeinderäte per Handschlag verpflichtet: Michael Kraus, Volker Dietrich, Felix Denkinger, Beatrice Denkinger, Benjamin Junck und Thomas Gallin (neu im Gremium), Pascal Merkle, Claudia Diez, Alexander Pick, Miriam Diebold (gehörten dem Gremium bereis an).

Das ist der neue Gemeinderat

So hat der Gemeinderat die Gremien und Ausschüsse besetzt

Bestimmt hat der neue Gemeinderat die Mitglieder der Ausschüsse mit diesen Ergebnissen: Dem Zweckverband Wasserversorgung Hohenzollern gehören Oliver Simmendinger und Alexander Pick an; dem Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft mit Hechingen Thomas Gallin und Michael Kraus; dem Zweckverband Jugendmusikschule Hechingen Miriam Diebold, Claudia Diez und Beatrice Denkinger. Die ehrenamtlichen Stellvertreter des Bürgermeister sind Pascal Merkle und Miriam Diebold.

10 000 Euro für LED-Beleuchtung

Spenden
Der Gemeinderat hat eine Spende des FC Killertal in Höhe von 10 000 Euro angenommen, die für den Einbau des Flutlichts verwendet wurde. Darüber hinaus hat die Firma Reinhardt GmbH mit Sitz in Tübingen 6500 für die Pflanzung neuer Bäume gespendet.

Hallenbad
Die Einrichtung kann nur geöffnet werden, wenn die Gemeinde dafür eine Bäderfachkraft hat. Diese ist derzeit jedoch nicht vorhanden, berichtete Oliver Simmendinger dem Gemeinderat. Wie er ankündigte, versuche er nun, bei umliegenden Gemeinden eine Bäderfachkraft zumindest zeitweise für Jungingen zu verpflichten, sodass das Hallenbad immerhin einige Stunden pro Woche geöffnet sein kann.

Freibad
Der Pächter des Kiosks im Junginger Freibad soll „sehr angetan“ sein von der nun abgelaufenen Badesaison, erzählt Simmendinger. Es hab ihm sehr gefallen in Jungingen, und er könne sich vorstellen, das Kiosk in der kommenden Saison erneut zu betreiben.