Daumen hoch in Villingens Südstadtschule für das neue Medienprojekt – dafür kam sogar Paul Pinguin und brachte Pauls Kinderzeitung mit. Gemeinsam mit Vertretern der regionalen Volksbank sowie der Volksbank-Stiftung und Vertretern des Schwarzwälder Boten freuen sich Schulleiter Elmar Dressel (hinten rechts) und die Schüler auf das, was noch kommt. Foto: Marc Eich

Ein neues Schulprojekt für mehr Medienkompetenz startet. Gemeinsam mit Lehrkräften verankern die Volksbank und der Schwarzwälder Bote Medienbildung in der Region.

Nachrichten prasseln auf allen Wegen und Kanälen auf sie ein – doch wie kann man Schüler fit machen für eine Welt, in der sich Nachrichten überschlagen und die Orientierung zunehmend schwerfällt?

 

Ohne Medienkompetenz geht nichts mehr, darüber sind sich die Initiatoren eines neuen Projekts zur Förderung der Medienkompetenz im Schwarzwald-Baar-Kreis einig. Die Stiftung der Volksbank – die Gestalterbank und der Schwarzwälder Bote starteten deshalb ein neues Schulprojekt, das die Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen stärken und Eltern sowie Lehrkräfte dazu befähigen soll, Kinder sicher in der Medienwelt zu begleiten.

Mehr als nur Nachrichten

Zum Auftakt des Schulprojekts an der Südstadtschule in Villingen bekamen die Initiatoren nun prominente Unterstützung mit langem Schnabel, großen tapsigen Füßen, plüschigem Fell und ganz viel Herz: Paul Pinguin. Das Maskottchen hatte natürlich Pauls Kinderzeitung im Gepäck und verteilte damit jede Menge Lesestoff an die rund 200 Schüler der dritten und vierten Klassen der Südstadtschule.

Kirsten Wolf (links) und Carsten Huber (rechts) von der Geschäftsführung der Schwarzwälder Bote Redaktionsgesellschaft stellten gemeinsam mit Stiftungsvorstand Marco Keller (Zweiter von links) und Thomas Bader von der Volksbank – Die Gestalterbank (Zweiter von rechts) das Projekt vor. Foto: Marc Eich

Doch zuvor erfuhren die Mitglieder des Schülerrats – Schulleiter Elmar Dressel hatte die engagierten Schülersprecher der verschiedenen Klassen aus gegebenem Anlass versammelt –, von den Gästen was es mit dem Projekt auf sich hat. Stiftungsvorstand Marco Keller von der Volksbank-Stiftung und Thomas Bader, der Bereichsleiter Unternehmensentwicklung und Marketing bei der Volksbank – Die Gestalterbank, waren gemeinsam mit Kirsten Wolf und Carsten Huber, den Geschäftsführern der Schwarzwälder Bote Redaktionsgesellschaft, sowie Marketingleiter Timo Fasching und Kreisredaktionsleiterin Cornelia Spitz gekommen, um den Schülern einen Einblick zu geben, in das, was in Sachen Medienkompetenz in den kommenden Monaten nicht nur im Unterricht passiert, sondern auch nach Hause getragen werden darf. Denn so viel sei vorab verraten: Das Projekt beschränkt sich bei Weitem nicht nur auf die Einbindung kindgerechter Nachrichten aus der Kinderzeitung in den Schulalltag.

Mitgenommen werden sollen auch die Eltern – es gibt auf Sonderseiten beispielsweise Tipps zur Begleitung von Kindern im digitalen Alltag, Infos aus dem Redaktionsalltag aus erster Hand, und als Event ist ein Eltern-LAN geplant.

Eine Schlüsselqualifikation

„Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation – gerade in jungen Jahren. Deshalb unterstützen wir als Gestalterbank dieses Projekt sehr gerne, nicht nur finanziell, sondern vor allem ideell“, betonte Thomas Bader. Pauls Kinderzeitung sei „ein schönes Beispiel dafür, wie unsere Kooperation mit der Stiftung der Volksbank, dem Schwarzwälder Boten und der Südstadtschule ganz konkret wirkt“.

Paul Pinguin persönlich bringt die aktuelle Kinderzeitungsausgabe in die Südstadtschule. Foto: Marc Eich

Stiftungsvorstand Marco Keller untermauert: „Als Stiftung ist es uns ein zentrales Anliegen, Bildung und Chancengleichheit in unserer Region zu fördern. Mit der Übernahme der Abokosten für die Kinderzeitung ermöglichen wir den Klassen 3 und 4 der Südstadtschule für mindestens ein halbes Jahr einen regelmäßigen Zugang zu altersgerechten Nachrichten.“

Mächtig Lust auf die Kinderzeitungslektüre machte ihnen Geschäftsführerin Kirsten Wolf schon vorab: In Pauls Kinderzeitung gebe es ganz viel über die Welt und Weltgeschichte zu erfahren – aber auch einiges zum Ausprobieren und Lachen, prophezeite sie mit Blick auf die Witze-Seite und diverse Mitmach-Aktionen.

Die Welt aus Kinderaugen

Die Kinder ließen sich das nicht zweimal sagen: Mit großem Eifer schnappten sie sich die ersten Exemplare der Kinderzeitung von Paul Pinguin, ließen sich beim Reinschnuppern in erste Beiträge darin die Welt aus Kinderaugen erklären oder amüsierten sich beim Überfliegen der Witze-Seite.

Schulleiter Elmar Dressel freute sich schon, die Kinderzeitung gemeinsam mit seinem Kollegium in den Unterricht einzubinden und den Schülern mit kindgerecht aufbereiteten Beiträgen das Weltgeschehen näherzubringen und Medienkompetenz zu fördern. Denn klar ist: Kleiner und übersichtlicher wird die Informations- und Medienflut für seine Schüler wohl nicht werden.

Stiftungsvorstand Marco Keller ist sich jedenfalls sicher: Mit dem Projekt „investieren wir ganz bewusst in die Zukunft der Kinder – in ihre Neugier, ihr Wissen und ihre Fähigkeit, Informationen einzuordnen.“ Und Thomas Bader von der Volksbank weckt schon mal die Neugier auf alles, was da noch kommt: „Im Rahmen dieser Zusammenarbeit dürfen sich Schule und Schülerinnen und Schüler in Zukunft noch auf weitere Impulse freuen – die Planungen laufen.“