Viele humorvolle und mit Situationskomik gespickte Szenen zeichnen den aktuellen Schwank der Sulzer „Schdoagräddla“ aus. Foto: Uwe Priestersbach

Mit dem Komödienklassiker „Tante Jutta aus Kalkutta“ begeisterte die Theatergruppe des SV Sulz am Wochenende ihr Publikum. Und es gibt noch weitere Termine.

Gleich vier Mal stehen die Sulzer „Schdoagräddla“ in diesen Tagen auf der Bühne – und schon die ersten beiden Aufführungen sorgten für einen echten Lacherfolg und viel Szenenapplaus. Dabei präsentierten sich die Theaterspieler des Sportvereins wieder einmal mit viel Spielfreude und Situationskomik.

 

Schwank mit Lachpotenzial

Mit dem überarbeiteten Dreiakter „Tante Jutta aus Kalkutta“ aus der Feder von Max Reimann und Otto Schwartz, mit dem schon Willy Millowitsch auf der Bühne stand, hatten sich die Akteure unter der Regie von Susanne Schmid auch einen Schwank mit großem Lachpotenzial und etlichen haarsträubenden Szenen ausgesucht.

Kein Wunder also, dass die ersten beiden Veranstaltungen in der Sulzer Gemeindehalle ausverkauft waren, und sich Jürgen Schmid als Leiter der Theatergruppe über die tolle Resonanz freuen konnte. Wie Jürgen Schmid feststellte, sind auch die beiden Aufführungen am kommenden Wochenende praktisch ausverkauft.

Opulenter Lebenswandel

Bereits seit Anfang Oktober hatten sich die Laienspieler auf die Aufführung der humorvollen Komödie vorbereitet. Pflichtverteidiger Thomas Hannemann (Jens Dittus) lässt es sich in seiner teuren Wohnung mit exklusivem Ausblick gut gehen – und leistet sich mit Johann Mahler (Andreas Petsch) sogar einen eigenen Butler. Zudem unterstützt er immer wieder auch den Obdachlosen Freddy (Andreas Fuchs) mit finanziellen Zuwendungen, der sich bereits mit 21 Jahren frühpensionieren ließ.

Diesen opulenten Lebenswandel kann er sich nur dank seiner reiche Erbtante Jutta (Tamara Dengler) leisten, die im entfernten Indien lebt und regelmäßig Schecks schickt. Damit das Geld immer weiter fließt, muss Hannemann ganz schön in die Trickkiste greifen und erfindet so eine ganze Familie samt Schwiegervater. Das Spiel geht so lange gut, bis der fällige Geburtstagsscheck ausbleibt, dafür aber plötzlich Tante Jutta vor der Türe steht – und sein Freund Laurenz Nicolin (Michael Monn) staunend anmerkt: „Du hast ja mehr auf dem Kerbholz als deine Klienten.“

Der Freund mimt die Ehefrau

Jetzt sind im Hause Hannemann gute Ideen gefragt: Sein Freund Laurenz verwandelt sich mit Perücke und Kleid zur Ehefrau, Johanns Tochter zum Sohn Amadeus – und Freddy in den Schwiegervater. Klar geht es da zum Vergnügen des Publikums hoch her, bevor der Anwalt seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann.

Mehr soll an dieser Stelle indes nicht verraten werden, denn zwei weitere Aufführungen des heiteren Dreiakters sind am 13. und 14. März jeweils um 19.30 Uhr in der Sulzer Gemeindehalle zu sehen. Weitere Akteure auf der Bühne sind Diana Bethke, Annika Fuchs, Waltraud Borkhart und Carola Schechinger. Mitwirkende hinter den Kulissen sind Bettina Widmaier (Souffleuse) sowie Lena Braun und Alicia Link (Masken).