Im Hausener Kindergarten knirscht es. Eltern beklagen eine „bedenkliche Situationen der Aufsichtspflicht“. Bürgermeister Lotter sieht vor allem atmosphärische Störungen.
Ihren Unmut äußerten die Eltern in der öffentlichen Fragerunde der jüngsten Gemeinderatssitzung. Schon vorher hatten sie sich schriftlich an Bürgermeister Philipp Lotter gewandt. Die Eltern fordern darin unter anderem eine offene und transparente Kommunikation seitens der Kindergartenleitung.
Themen: Kommunikation, Regeln und Hygiene
Vermisst werden festgelegte Strukturen und die Einhaltungen von Zusagen aus der Kindergartensatzung, die den Kindern Schutz, Förderung, Rituale, Regeln, Wertschätzung, Ruhe, Orientierung, Strukturen und Rückzugsmöglichkeiten zukommen lassen sollen. Beklagt wird auch das fehlen einer offenen und transparenten Kommunikation seitens der Kindergartenleitung.
„Bedenkliche Situation“ in Sachen Aufsichtspflicht
Im Brief ist von „bedenklichen Situationen der Aufsichtspflicht“ die Rede. Neu eingetretene Kinder etwa würden durch eine fehlende Tagesstruktur überfordert. Feste Essenszeiten sollten wieder eingeführt werden und auch der Einsatz der Schmutzkleidung dürfe nicht in der Entscheidungsfreiheit der Kinder liegen, hinterlegen die Eltern. Und: Sie vermissen Hygiene und Hilfe für die Kinder bei Toilettengängen.
Wie Bürgermeister Philipp Lotter auf Anfrage unserer Zeitung, betonte sieht er „das Kindeswohl bisher nicht gefährdet“. Er erkennt eher atmosphärische Störungen im Bereich des Umfeldes, die sich auf das Kindergartenteam übertragen hatten.
Neue Leiterin schon wieder weg
Offensichtlich nicht glücklich: die bisherigen Personalentscheidungen. Der langjährige Leiter ist gegangen und mittlerweile ist auch die Nachfolgerin nicht mehr an Bord. Sie hatte sich gerade im November als neue Kita-Leitung vorgestellt.
Eine Lösung indes zeichne sich ab, gibt sich Lotter optimistisch. Erste Gespräche mit einer Bewerberin seien vielversprechend verlaufen, so dass schon bald wieder auf eine vollständige Mannschaft gehofft werden kann. Übergangsweise übernimmt die bisherige Stellvertreterin die Leitung des Kindergartens.
Persönliche Gespräche und Coaching sollen helfen
Er habe viele persönliche Gespräch geführt, um die Situation einvernehmlich zu regeln, führt Lotter weiter aus. Ein von ihm initiiertes begleitendes Coaching aller Mitarbeitenden soll helfen, das Kindergartenschiff wieder auf Kurs bringen.