Alle Briefwahlen kamen zentral in den Bürgersaal der Stadt Sulz. Nun liegen die Ergebnisse der Kommunalwahl vor. Foto: Schwind

Mit acht statt bisher fünf Sitzen hat die Unionsfraktion im Sulzer Gemeinderat deutlich zugelegt. Verloren hat hingegen die GAL. Auch die Freie Wählervereinigung hat zwei Sitze weniger.

Wochenlang haben die Fraktionen im Gemeinderat mit Info-Ständen, Ortsbegehungen oder Fahrradtouren für ihre Politik geworben und sich über das Engagement, aber auch vorhandene Probleme in der Kernstadt und den Teilorten informiert.

 

Mit dem Ergebnis der Kommunalwahl zeigt sich, welche Richtung Sulz künftig gehen soll. Kontrovers war etwa die Haltung der Parteien zum Kommunalen Gewerbegebiet.

35,54 Prozent für CDU

Ein größerer Konsens fand sich hinsichtlich der Verpachtung kommunaler Flächen für Windkraftanlagen, auch wenn dies nicht von allen Gruppierungen vollumfänglich geteilt wurde.

35,54 Prozent der Bürger haben sich bei der Kommunalwahl für die CDU ausgesprochen, die dadurch acht Sitze im Gemeinderat bekommt. Somit hat sie im Vergleich zu 2019 (23,4 Prozent, fünf Sitze) einen deutlichen Zuwachs hingelegt.

FWV und GAL verlieren

Und ist gleichauf mit der Freien Wählervereinigung, die mit 34,43 Prozent knapp dahinter liegt. Diese hat sowohl deutlich an Stimmen als auch an Sitzen eingebüßt (2019: 42,5 Prozent, zehn Sitze).

Abgeschlagen dahinter die Grüne Alternative Liste, die nur noch mit zwei statt vormals mit vier Stadträten vertreten ist. Hatten bei der vergangenen Kommunalwahl noch 20,1 Prozent für die Kandidaten der Grünen gestimmt, waren es dieses Mal lediglich 10,81 Prozent der Bürger.

AfD gewinnt einen Sitz

Vergleichsweise stabil geblieben ist die SPD, die ihre zwei Sitze im Gremium verteidigen konnte. Auch der Stimmenanteil ist mit 9,45 Prozent im Vergleich zu 2019 (10,7 Prozent) fast gleich geblieben.

Mehr Stimmen als die Sozialdemokraten erhielt jedoch die AfD, bei der 9,76 Prozent der Bürger der Gesamtstadt ihr Kreuzchen machten. Damit hat sie ihr Ergebnis von 2019 (3,3 Prozent) vervielfacht und die Anzahl an alternativen Gemeinderäten mit zwei Sitzen verdoppelt.

Wahlbeteiligung steigt

Von den 9821 Wahlberechtigten haben 5683, also 57,87 Prozent, ihre Stimme abgegeben. Ungültig waren lediglich 4,31 Prozent (245 Stimmzettel).

Somit hat sich die Wahlbeteiligung im Vergleich zur vorherigen Gemeinderatswahl leicht gesteigert, da 2019 mit 53,6 Prozent etwas weniger Bürger zur Urne gegangen sind.