Noch am Wahlsonntag wurden im Rathaus die Stimmen der Europawahl ausgezählt, am Montag waren die Zettel zur Kommunalwahl dran. Das Bild zeigt die Wahlhelfer Susanne Bucher (von links), Monika Vetter-Bausch, Frank Fetzer und Monja Hogg. Foto: Roland Sigwart

Die Hüfinger Christdemokraten haben künftig neun Sitze. Der neue Gemeinderat zählt 21 Bürgervertreter.

Teil eins im Hüfinger Superwahljahr – die Bürgermeisterwahl findet am 30. Juni statt – ist Geschichte. Die Bürger haben am Sonntag einen neuen Gemeinderat gewählt. Nach vorläufigem Wahlergebnis konnte vor allem die CDU zu alter Stärke zurückkehren. Nachdem sie bei der Wahl 2019 deutliche Verluste hinnehmen musste und bei 35,6 Prozent landete, erreichte die CDU jetzt 43,1 Prozent der Stimmen. Mit neun Sitzen – zuletzt sechs – ist die CDU nun Abstand stärkste Kraft.

 

Die SPD und das Freie Forum dürfen mit jeweils fünf Personen am Ratstisch Platz nehmen. Die SPD erreicht mit 14 048 Stimmen ein Ergebnis von 23,94 Prozent. Nur minimal dahinter ist das Freie Forum mit 14 035 Stimmen und 23,92 Prozent platziert.

Gruppen bündelten bei der Wahl ihre Kräfte

Im Vergleich zur vergangenen Wahl im Jahr 2019 büßen die Sozialdemokraten mit ihrem Ergebnis 1,5 Prozentpunkte ein. Beim Freien Forum ist das Ergebnis jedoch nicht direkt vergleichbar, da die Fraktion erst seit kurzer Zeit in dieser Form besteht. Bürgerforum, FDP, die Freien Wähler und die Unabhängige Wählervereinigung hatten ihre Kräfte für die Kommunalwahl gebündelt und sind mit einer gemeinsamen Liste angetreten.

Rechnet man die Ergebnisse der Fraktionen FW/FDP/UWV sowie des Bürgerforums Starke Ortsteile Hüfingen (BFSO) bei der Wahl 2019 zusammen, kommt man auf knapp 30 Prozent der Stimmen und fünf Sitze im Gemeinderat. So gesehen bedeutet das einen Verlust von rund sechs Prozentpunkten. Bei den Sitzen verändert sich auf den ersten Blick nichts. Doch der Gemeinderat ist durch drei Ausgleichssitze von 18 Mitgliedern auf 21 angewachsen. Fünf Sitze haben dadurch weniger Gewicht als bei 18 Mitgliedern.

Schwierige Vergleiche

Ähnlich schwierig ist ein Vergleich des Ergebnisses der Liste für Bürgerbeteiligung und Umweltschutz (LBU), die 5330 Stimmen und 9,1 Prozent erreichte, was am Ende für zwei Sitze im neuen Gemeinderat reicht. Die LBU um Peter Albert, der in den vergangenen fünf Jahren zusammen mit Hannah Miriam Jaag für die Grünen im Gemeinderat saß, hatte sich ebenfalls erst kurz vor der Wahl formiert, nachdem sich die Fraktionsgemeinschaft mit dem Bürgerforum-Vertreter Michael Steinemann aufgelöst hatte.

Unechte Teilortswahl sorgt für diese Verteilung

Durch die Wiedereinführung der unechten Teilortswahl im Jahr 2021 waren bei dieser Wahl in der Stadt Hüfingen zwölf Sitze zu vergeben, in Mundelfingen zwei und in den restlichen Ortsteilen jeweils einer.

Vier der Ortsteilsitze gehen an die CDU

Die CDU konnte vier der Sitze in den Ortsteilen gewinnen, das Freie Forum zwei. So entstanden im Verhältnis zum gesamten Stimmenergebnis zwei Mehrsitze für CDU und Freies Forum, die ausgeglichen werden mussten.

Drei Ausgleichssitze im Gremium wurden über komplizierte Rechenwege den Kandidaten Philip Wills (LBU), Reinhard Isak (SPD) sowie Ernst Sulzmann (Freies Forum) zugesprochen.