In einer Serie stellen wir die jüngsten Kandidaten vor, die bei der Kommunalwahl im Juni ihren Hut um einen Sitz im Gemeinderat in den Ring werfen. Heute den 17-jährigen Samuel Karsch aus Grosselfingen.
Die Listen der Parteien und Vereinigungen für die Kommunalwahlen am 9. Juni stehen fest, so auch die Liste des „Teams Grosselfingen“. Darauf ist Samuel Karsch mit 17 Jahren der mit Abstand jüngste Kandidat.
Er bewirbt sich, weil er sich für seine „Heimatgemeinde Grosselfingen“ einsetzen will. Es sei ihm wichtig, dass auch jemand im Gremium sitzt der jünger ist, sodass der Gemeinderat die „gesamte Gemeinde repräsentieren kann“.
Jugendtreff ist ihm wichtig
Falls er gewählt wird, will er sich für die Einrichtung eines Jugendtreffs einbringen. Als jüngeres Mitglied des Gemeinderats sieht er sich „ganz gut geeignet, das anzugehen“. Einschlägige Erfahrungen würde er dafür mitbringen: Engagiert ist er bereits im Jugendraum Wessingen, den die Jugendlichen dort quasi selbst verwalten. Ein solches Modell könnte doch auch in Grosselfingen funktionieren. Ein Jugendraum biete viele Vorteile, er schaffe nicht nur einen Zusammenhalt, sondern biete auch ein Ort, sich zu treffen.
Stolz auf die Rolle des Tirolers
Karsch macht im kommenden Jahr sein Abitur am Haigerlocher Gymnasium, wo er als Schulsprecher fungiert. Nach dem Schulabschluss stehen die Zeichen bei ihm auf Ausbildung, am besten im handwerklichen Bereich. Somit will Karsch auch künftig vor Ort bleiben. Er ist als Mitglied im Gesangverein Liederkranz Steinhofen und im Posaunenchor in Hechingen in der Gegend fest verwurzelt.
Während des Venezianischen Reichs spielt er die Rolle des Tirolers. Karsch: „Da bin ich echt stolz drauf. Das macht echt Spaß.“ Besonders angetan hat es ihm das Bruderschaftslied: „Das ist schon wirklich schön, besonders, wenn viele Leute mitsingen.“
Er wäre nicht enttäuscht, wenn er nicht reinkommt
Beim Narrengericht macht er mit, seit er Kind war: erst als Page, danach als Edelknabe und dann als Stabläufer – und inzwischen als Tiroler. Monatelang hat er sich mit seinen Mitspielern auf diese Rolle vorbereitet und das Spiel 2023 wird ihm noch lange positiv in Erinnerung bleiben.
Welche Chancen sich der 17-Jährige auf einen Sitz im Gemeinderat ausrechnet? Das Wahlverhalten kann Karsch natürlich nicht vorhersagen. Einerseits wäre er aber nicht enttäuscht, wenn es nicht klappt, aber „es wäre schon cool, wenn ich reinkommen würde“. Dann könnte er nämlich mitgestalten.
Die Serie
Jugend
Die Kommunalwahl am 9. Juni wirft ihre Schatten voraus: Unsere Redaktion stellt in einer losen Serie daher Kandidaten aus der Region vor, die sich im jungen Alter für den Gemeinderat aufstellen lassen.
Team Grosselfingen
Anders als in den Kommunalwahlen für die vergangenen Legislaturperioden, geht in Grosselfingen am 9. Juni nur eine Liste, nämlich das „Team Grosselfingen“, an den Start. Die Mitglieder der vormaligen Freien Wähler und der „Bürger für Grosselfingen“ hatten sich zusammengeschlossen.