Harter Schlag für die SPD: Zugunsten der neuen Parteien im Rat verlieren die Sozialdemokraten zwei Sitze. CDU und FWV konnten ihre Sitze behalten.
Der alte Stimmenkönig ist der neue: Martin Müller heimste bei der Kippenheimer Gemeinderatswahl 2112 Stimmen ein. 2019 hatte er bei seiner Erstkandidatur für den Rat bereits 2010 Stimmen geholt. Auch die anderen bisherigen Räte der CDU haben es in den Rat geschafft: Carola Richter, Simone Singler und Otto Hebding sind weiter mit dabei. Für die beiden nicht mehr angetretenen Räte Rainer Kary und Markus Studer rückten Gregor Käser und Matthias Nowack nach. Letzterer holte bei den Kippenheimern sogar die zweitmeisten Stimmen insgesamt (1752).
Die Freien Wähler konnten ihre vier Sitze behalten, allerdings gibt es trotzdem Änderungen im Ratsrund: Neu dabei ist Jörg Kölble, der bei der Kommunalwahl 2019 ausgesetzt hatte und sich nun wieder aufstellen ließ.
Während Dieter Kirschbaum, Günter Ackermann und Lothar Stulz weiter im Rat bleiben, wurde Martin Hartmann rausgewählt. Bereits von 2014 bis 2019 gehörte Hartmann als Schmieheims Ortsvorsteher dem Gremium nur beratend an, bevor er dann 2019 reingewählt wurde.
Michael Hartmann verliert seinen Sitz im Gemeinderat
Bei der SPD sitzen die beiden bisherigen Räte Julian Siefert und Irene Preschle weiter im Rat. Die Sitze für die ausgeschiedenen Mitglieder Klaus Braun und Walter Keck konnte sich die SPD jedoch nicht für andere Kandidaten sichern. Sie gingen an die Liberalen und die Grünen, die damit neu in den Kippenheimer Rat einziehen. Für die Grünen sitzt somit neu Klemens Jörger im Gemeinderat und für die Freie Demokratische Wählervereinigung Kippenheim (FDW) zieht neu Maximilian Zipf ein.
Die Wahlbeteiligung in Kippenheim lag bei 57,7 Prozent – im Vergleich zu 2019 (49,0 Prozent) eine Steigerung um 8,7 Prozentpunkte. Das machte sich am Sonntag auch an den Urnen im Bürgerhaus bemerkbar: Teilweise standen die Wahlwilligen bis zu einer Stunde, um ihr Kreuzchen zu machen. Und das trotz einer Rekordbeteiligung bei der Briefwahl. Die Europawahl erreicht sogar noch mehr Zulauf als die Kommunalwahl: Bei dieser hatten 62,7 Prozent von ihrem Recht zu wählen Gebrauch gemacht.
In Schmieheim ist Günter Ackermann Stimmkönig
Im Schmieheimer Ortschaftsrat hatte es – im Gegensatz zu 2019 – nur eine Liste gegeben. Die Schmieheimer hatten daher die Möglichkeit gehabt, auch Kandidaten frei zu benennen. Davon hatten jedoch nur 1,24 Prozent Gebrauch gemacht. 98,8 Prozent wählten die Kandidaten der Freien Liste.
Unter diesen acht Bewerbern war Günter Ackermann mit 467 Stimmen (14,7 Prozent) Stimmkönig, gefolgt von Marion Kase mit 425 Stimmen (13,4 Prozent). Ortsvorsteher Michael Hartmann wurde mit 408 Stimmen (12,9 Prozent) Dritter. Auch Roland Meier (12,4 Prozent) ist wieder dabei.
Auch wenn alle acht Bewerber der Freien Liste damit gewählt sind, Änderungen wird es im Schieheimer Ortschaftsrat trotzdem geben: Michael Dees, Klaus Braun, Walter Keck und Kerstin Janzen waren nicht mehr angetreten. Für sie rücken Ramona Reichel, Jürgen Keller, Yannik Schrempp und Simon Thumm nach.
Die Wahlbeteiligung für den Schmieheimer Ortschaftsrat lag bei 62,6 Prozent.
Der Ortschaftsrat Schmieheim
Freie Liste: Günter Ackermann (467 Stimmen) Marion Kase (425) Martin Hartmann (408) Ramona Reichel (397)Roland Meier (393) Yannik Schrempp (381) Jürgen Keller (363)Simon Thumm (342)