Beim CDU-Gemeindeverband Steinen-Kleines Wiesental gab es einen Wechsel an der Spitze.
Bei der Hauptversammlung des CDU-Gemeindeverbands Steinen-Kleines Wiesental begrüßte der Vorsitzende Benjamin Blum die Gäste.
Rückblick: Vorstand Benjamin Blum legte in seinem Jahresbericht hauptsächlich Gewicht auf die erfolgte Bundestagswahl. Der CDU-Kandidat Stefan Glaser hatte einen engagierten Wahlkampf geleistet. Trotz erfolgreicher Kreiswahl sei der Kandidat aufgrund der Veränderung der Wahlsysteme jedoch nicht in den Bundestag eingezogen. Dennoch habe sich der junge Kandidat ein Netzwerk geschaffen. Er werde von der CDU-Fraktion im Bundestag so behandelt, als ob der Einzug gelungen sei.
Der Neujahrsempfang des Gemeindeverbands war erfolgreich, ein Vortrag über Sicherheit war gut besucht. Auch die Verleihung der „Brägelpfanne“ an Willi Stächele, ehemaliger Landesfinanzminister, im Gasthaus Sennhütte in Schwand fand ein gutes Echo. Vor kurzem fand der Kürbis-Schnitzwettbewerb statt, der nunmehr im dritten Jahr erfolgte.
Ausblick: In seinem Ausblick schaute er auf die Ausrichtung der Landtagswahl im März 2026, wo Peter Schelshorn und Anja Herzog kandidieren. Er selbst habe entschieden, nach zehn Jahren Vorsitz das Amt aus beruflichen Gründen abzugeben. Er sagte: „In den zehn Jahren meiner Vorstandschaft ist einiges gelaufen, darunter 35 Vorstandssitzungen, viele Veranstaltungen und viele Vorträge.“ Sein Dank ging an das Team, ohne dieses wäre vieles nicht so gut gelungen. Sein besonderer Dank galt der zweiten Vorsitzenden Sabine Glaser für ihre Unterstützung.
Finanzen: Kassiererin Julia Brugger berichtete von einer ausgeglichenen Verbandskasse. Die Mitgliederzahl des Verbands stieg hauptsächlich während des Bundestags-Wahlkampfes von 29 auf 41 Personen. Die Kasse wurde ohne Beanstandung von Hanspeter Glaser und Gabriele Ebner geprüft.
Wahlen: Die Neuwahlen des geschäftsführenden Vorstandes des Verbandes wurde in geheimer Wahl von Bürgermeister Gunther Braun mit Unterstützung von Dennis Brugger geleitet. Neue Verbandsvorsitzende wurde Sabine Glaser (16 Ja-Stimmen, drei Enthaltungen), zweite Vorsitzende wurde Tanja Hug (16 Ja-Stimmen, drei Enthaltungen), im Amt als Kassiererin blieb Julia Brugger (18 Ja-Stimmen, eine Enthaltung), Schriftführerin blieb Andrea Kröber-Schwab (18 Ja-Stimmen, eine Enthaltung). Als Beisitzer wurden gewählt: Matthias Asal, Bernhard Ebner, Benjamin Blum, Stefan Glaser, Dietrich Eberhardt, Gabriele Kaiser-Bühler. Kassenprüfer sind Sylvia Eberhardt und Reinhard Schwab.
Bericht aus dem Kreisverband: Der Kreisverbandsvorsitzende Stefan Glaser berichtete, dass die Bundestagswahl Anfang des Jahres das dominierende Thema im Kreisverband war. Vor einem Jahr erfolgte seine Nominierung als Kandidat, es folgte ein intensiver Wahlkampf. Dass er aus Systemgründen nicht in den Bundestag einziehen konnte, sei auch schade für den Kreis. Hier würde sich auch von den anderen Parteien wie SPD und Grüne kein Ansprechpartner im Bundestag finden. Kritisch sagte er: „Die besten Kontakte nach Berlin helfen nichts, wenn es um Fördermittel geht. Da ist sich jeder Abgeordnete selbst der Nächste“.
Zum wiederholten Mal habe die Kreis-CDU keinen Mandatsträger im Bund oder im Land. Es würden kaum Mitglieder-Austritte erfolgen, allerdings gäbe es Verluste durch ältere Mitglieder, jüngere Personen kämen nicht mehr nach. Die 41 Mitglieder der Jungen Union im Kreis seien häufig beruflich sehr eingespannt und könnten wenig Zeiten für das politische Engagement erübrigen.
Bericht aus dem Kreistag: Kreis- und Gemeinderätin Gudrun Roser berichtete aus dem Kreistag. Ihre Hauptthemen waren die Bauzeitverlängerung für das Kreisklinikum, die Errichtung des Parkhauses mit 900 Stellplätzen für Autos, 20 Plätzen für Zweiräder und 20 Ladesäulen für E-Fahrzeuge.
Bericht aus dem Gemeinderat: Aus dem Gemeinderat Steinen berichtete Stefan Glaser über das Haushaltsdefizit, das Baugebiet „Hutmatt 2“ und das Baugebiet auf der Grünfläche zwischen dem B317-Kreisel und dem Rewe. Planungen zur Sanierung der Festhalle in Weitenau müssen aufgrund der Haushaltsschwierigkeiten noch verschoben werden, auch die reparaturbedürftige Wiesentalhalle muss noch warten.
Auch Bürgermeister Gunther Braun sprach ein Grußwort und dankte Benjamin Blum für sein Engagement. Er sprach auch über die überbordende Bürokratie in den Verwaltungen. Auch das Haushaltsdefizit macht ihm Sorgen: Bei einem Haushaltsvolumen von 35 Millionen Euro gibt es ein Defizit von fünf Millionen. Mehr als sieben Millionen müssen ohnehin als Kreisumlage abgeführt werden. Er sagte: „Wir müssen sparen und können uns nur noch das Nötigste leisten.“