Bürgermeister Heiko Wehrle (links) mit dem neuen Ortschaftsrat, Marcel Zandomeni (von links), Martin Zech, Markus Hummel, der designierten Ortsvorsteherin Rafaela Riesle, Roland Schwörer, dem stellvertretenden Ortsvorsteher Simon Schwörer sowie den ausgeschiedenen Mitgliedern Gerhard Kienzler, Melanie Thoma und Bernd Rombach. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Der Ortschaftsrat in Langenbach wurde in sein Amt eingeführt. Und auch für den Posten des Ortsvorstehers gab es einen Vorschlag.

Zwar sind die Kommunalwahlen bereits einige Tage her, doch noch immer konnten aus organisatorischen Gründen noch nicht alle neuen Ortschaftsräte in ihr Amt eingeführt werden – nun hat man es in Langenbach geschafft.

 

Zum letzten Mal leitete der scheidende Ortsvorsteher Gerhard Kienzler die Sitzung, da er noch immer kommissarisch das Gremium leitete. Zunächst behandelte er einen Bauantrag, bei dem es um die Umnutzung eines Viehstalles zu Ferienwohnungen geht – der „alte“ Ortschaftsrat stimmte dem Vorhaben einhellig zu.

Danach ergriff Bürgermeister Heiko Wehrle das Wort. Er sprach die Wahlen des 9. Juni an, die auch in Langenbach zu deutlichen Veränderungen am Ratstisch führten. Er dankte Melanie Thoma, Bernd Rombach und vor allem den scheidenden Ortsvorsteher für ihr teils Jahrzehnte währendes Engagement im Ortschaftsrat. Die Arbeit in einem solchen Gremium sei eine freiwillige Tätigkeit mit hohem bürgerlichem Einsatz. Dass es manchmal nicht zu einer Wiederwahl reiche, hänge auch damit zusammen, dass man es trotz der vielen Aufgaben nicht allen Recht machen könne.

Viele Projekte gemeistert

Wehrle erinnerte an vielerlei Dinge, die in den letzten fünf Jahren anstanden. So habe unter anderem die Feuerwehr ein neues Fahrzeug und eine runderneuerte Garage erhalten, das BZ-Verfahren stand ebenso an wie der Start des Breitbandausbaus. Dazu seien Entscheidungen zur Windkraft gefällt worden.

Zum Abschied gab es für Bernd Rombach, der 30 Jahre lang treu sein Amt ausgeführt habe, die Ehrennadel und die Ehrenstele des Gemeindetags Baden-Württemberg sowie die Ehrenmedaille der Stadt Vöhrenbach in Gold. Diese wurde auch an Gerhard Kienzler verliehen, nachdem er im Gemeinderat bereits mit der Ehrenstele geehrt worden war.

Im Gemeinderat wird Gerhard Kienzler weiterhin tätig sein. Melanie Thoma erhielt die Bronzemedaille der Stadt für fünf Jahre Ortschaftsrat. Mit Ehrennadel und Ehrenstele des Gemeindetags Baden-Württemberg geehrt wurde zudem Markus Hummel für 20 Jahre Einsatz im Ortschaftsrat.

Bürgermeister verpflichtet den Rat

Dann tauschten die ausgeschiedenen mit den neu gewählten Mitgliedern den Platz, der Ortschaftsrat wurde von Bürgermeister Wehrle verpflichtet. Auf Vorschlag aus dem Gremium werden Rafaela Riesle als Vorschlag zur Ortsvorsteherin und Simon Schwörer als ihr künftiger Stellvertreter an den Gemeinderat gemeldet, der darüber in der nächsten Sitzung am Mittwoch, 18. September entscheidet – in der Regel ist das eine Formsache. Der neue Ortschaftsrat setzt sich zusammen aus Rafaela Riesle, Markus Hummel, Marcel Zandomeni, Roland Schwörer, Simon Schwörer sowie Martin Zech

Die designierte Ortsvorsteherin Rafaela Riesle hatte noch einige Anmerkungen. Sie habe das jüngste Jour fixe Breitband besucht. Dabei habe sie erfahren, dass derzeit noch 23 Hausanschlüsse in der Langenbacher Straße fehlten, die Bregstraße folge danach. Der Tiefbau sei demnach voraussichtlich Ende September fertig, bis Ende Oktober soll die Maßnahme abgeschlossen sein – „es funktioniert echt klasse“, so ihre Schlussfolgerung.