Bank mit Aussicht? Eher nicht. Ulrich Kohler regte daher an, sie von ihrem Standort in "Vor Reichenbächle" an den Radweg zu versetzen. Foto: Sum Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Gemeinderatsmitglieder bringen in jüngster Sitzung etliche Anregungen vor

Ein neuer Standort für die Sitzbank hier, ein weiterer Mülleimer dort. Etliche Anregungen haben die Gemeinderäte in der letzten Sitzung vor der Sommerpause eingebracht. Nicht alle stießen auf Zustimmung.

Schiltach. Zunächst gab Inge Wolber-Berthold eine Anregung aus der Eythstraße weiter. Anlieger hätten bemängelt, dass die Grünflächen um die dortigen Stadthäuser ungepflegt aussähen. Michael Pflüger ergänzte, dass es auch auf dem Friedhof Pflegebedarf gebe: "Dort sieht es eher nach Kleewiese aus als nach Rasen." Stadtbaumeister Roland Grießhaber betonte, dass auf beiden Flächen Arbeiten anstünden. Wegen personeller Mängel und der Urlaubszeit komme es aber zu Verzögerungen. Michael Götz, von Beruf Gärtnermeister, warb ebenfalls um Verständnis: "Dieses Jahr wächst alles viel schneller, weil es so viel regnet. Und die Insekten freuen sich über ein paar Kleeblüten."

Ulrich Kohler stellte den Standort eines Sitzbänkchens im Reichenbächle infrage. Kurz oberhalb der Fischweiher von den Angelfreunden steht die Bank, von der "ich denke, dass dort niemand hinsitzt". Denn sie sei direkt an der Straße platziert und biete nur Blick auf die gegenüberliegende Böschung und den Wald. Aus der Bevölkerung sei daher der Wunsch gekommen, diese Bank zu versetzen – entweder an den Radweg neben die "andere recht gut frequentierte Bank oder weiter Richtung Altersheim". Die Verwaltung, so stellte Bürgermeister Thomas Haas in Aussicht, wolle sich die Sache anschauen.

Auch Inge Wolber-Berthold hatte ein Sitzbank-Anliegen. Sie wünsche sich eine zweite Bank am Standort Staig-/Schlossbergstraße. "Dort herrscht reger Publikumsverkehr", bekräftigte sie. Früher seien an der Stelle zwei Bänke gestanden – aktuell aber nur noch eine. "Das ist irgendwann so beschlossen worden. Wir brauchen keine Kommissionen, wenn wir ständig wieder alles abändern", meinte Haas zwar, aber die Angelegenheit werde in den Tourismusausschuss weitergegeben.

Philipp Groß berichtete, dass die Hundetoilette bei der Wassertretanlage inzwischen versetzt sei, was von den Bürgern gutgeheißen werde. Allerdings fehle dort jetzt ein Mülleimer. Gerade abends sei bei der Tretanlage viel los und "die Hinterlassenschaften können dann nicht weggeräumt werden", so Groß. Der Bürgermeister sagte, dass der Gemeinderat das beschließen könne, allerdings "bauen wir immer mehr auf und erziehen die Leute dadurch nicht gerade". Auch Grießhaber schlug in diese Kerbe: "Je mehr Infrastruktur wir aufbauen, desto mehr Personal brauchen wir, um die Mülleimer überall zu leeren." Michael Buzzi sprach sich dafür aus, Mülleimer eher ab- statt zusätzlich aufzubauen. "Wir sollten die Leute dazu erziehen, ihre Sachen wieder mitzunehmen", betonte er. Das sah auch Lehengerichts Ortsvorsteher Thomas Kipp so: "Das, was man irgendwo hinträgt, kann man auch wieder mitnehmen."

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