Bei der Frage, ob sich das in der Schrambergstraße in Dunningen geplante Gebäude in die Umgebungsbebauung einfügt, sind sich Landratsamt und Gemeinderat uneinig. Foto: Weisser

Schon in der Vergangenheit zeigte sich der Gemeinderat unbeeindruckt vom Bauvorhaben in der Schrambergerstraße – nun gab es erneut ein klares Nein.

Dunningen - Der Dunninger Gemeinderat bleibt beim Bauvorhaben Zweifamilienhaus mit drei Garagen in der Schrambergerstraße trotz Bedenken der Baurechtsbehörde bei seinem Nein. In der Videokonferenz am Montagabend versagten die Ratsmitglieder erneut das gemeindliche Einvernehmen. Wohlwissend, dass das Landratsamt diesen Beschluss vermutlich kippen und die Zustimmung des Gremiums ersetzen wird.

Dies erfuhr Ratsmitglied Helmut Faller ("Was passiert, wenn wir wieder nein sagen?") von Bürgermeister Peter Schumacher. Die Verwaltung schlug dennoch vor, an der bisherigen Auffassung festzuhalten. "Wir sollten für uns diese Entscheidung treffen", meinte der Schultes.

Anfang November hatte der Gemeinderat das Baugesuch mit Hinweis auf die geplante Höhenentwicklung des Gebäudes abgelehnt. Mit den vorgesehenen Maßen füge sich das Gebäude nicht in die Umgebungsbebauung ein, so die Begründung von Verwaltung und Gemeinderat.

Baurechtsbehörde ist anderer Meinung

Dies sieht die Baurechtsbehörde allerdings anders, wie aus einem Schreiben hervorgeht. Nach Meinung des Bauamtes beim Landratsamt hebt sich der Neubau hinsichtlich der Höhen nicht wesentlich von den benachbarten Häusern ab. Dabei wird auf die First– und Traufhöhen der angrenzenden Gebäude in der Schramberger Straße und im Zinkenweg verwiesen. Fazit der Baurechtsexperten: Das vorgesehene Vorhaben nehme mit dem Satteldach und der Dachneigung von 45 Grad die historische, innerörtliche Dachstruktur auf. Das Einfügen sei faktisch gegeben.

Andere Aspekte seien von der Baurechtsbehörde bisher nicht berücksichtig worden, bedauerte Schumacher. Auch bei der Grundfläche und der Geschossigkeit gehe man davon aus, dass das Objekt nicht zur Nachbarbebauung passe. Bei allen Faktoren nehme das besagte Gebäude eine "Spitzenposition" – insbesondere gegenüber den Anwesen im rückwärtigen Bereich – ein. Dies habe man dem Landratsamt mitgeteilt, informierte Schumacher. Eine Antwort stehe noch aus. Inge Erath fragte nach, ob es sich jetzt um ein Zweifamilienhaus oder ein Dreifamilienhaus handle. Entscheidend sei, was in den Plänen stehe, antwortete der Bürgermeister. Ratsmitglied Florian Haag sprach sich als Einziger für das Bauvorhaben aus. Es gab zudem zwei Enthaltungen.