Das Heizsystem der Grundschule Mahlberg (hier eine Archivaufnahme) ist veraltet. Foto: Ehrlich

Die Sanierung der Heizungsanlage der Grundschule duldet keinen Aufschub mehr. Darin war sich der Gemeinderat Mahlberg einig. Und es gibt noch mehr Mängel.

Das Urteil nach einer Inaugenscheinnahme des Heizungssystems von Grundschule und Stadthalle in der Vorwoche durch Bauamtsleiterin Justine Jörger, Katrin Hallmann vom Ingenieurbüro Vertec und den beiden sachkundigen Stadträten Philipp Künle (Bürgerforum) und Frank Herden (SPD) fiel verheerend aus. Philipp Künle beschrieb es in einem dem Gemeinderat am Montag vorgelegten Protokoll so: erheblicher Wartungsstau, Überalterung, keine effiziente Steuerung, funktionsloses Mischsystem wegen defekter Hydraulik, Reparatur ist Geldverschwendung. Kurz: Es besteht dringender Handlungsbedarf.

 

Gelobt wurde derweil von beiden sachkundigen Räten der aktuelle Hausmeister Alexander Jäger, der – trotz Versäumnissen vor seiner Dienstzeit bei der Wartung – durch Eigeninitiative die Heizung in Gang gehalten habe, sodass über Monate überhaupt noch ein Unterricht in den Schulräumen möglich blieb.

Jeden Tag könne aber das gesamte System zusammenbrechen und die Räume in Schule und Stadthalle blieben dann kalt, so Künle und Herden unisono. Beide plädierten dafür, in einem ersten Schritt und zeitnah das Heizungsbetriebssystem mit Hackschnitzel und Gaskessel zu erneuern und dabei das System um einem zweiten Gaskessel zu erweitern, um Betriebssicherheit auch in der Spitze zu garantieren.

Zeitnahe Ausschreibung gefordert

Zu dieser Investition gab es vom Gemeinderat schon vor zehn Tagen einen zustimmenden Beschluss. Darüber hinaus plädierten beide für eine Erneuerung der Einzelraumregelung sowohl für die Grundschule als auch für die Stadthalle. Diese soll gemeinsam ausgeschrieben werden, um für beide Gebäude die gleiche Steuerungstechnik zu verwenden. Bei Einzelausschreibung drohe, so Herden, dass die Stadt der jeweils günstigsten Bieterin den Auftrag erteilen müsse und damit womöglich zwei unterschiedliche Betriebssystem eingebaut würden. Auch hier forderten die beiden Stadträte eine zeitnahe Ausschreibung.

Verwaltung wie Gremium folgten den Vorschlägen und Forderungen der beiden Räte vollumfänglich. Baubeginn, so Bürgermeister Dietmar Benz, könne bereits in der zweiten Maihälfte sein.

Überdies sei ein weiteres Ergebnis der Begehung, so Künle und Herden, dass insbesondere bei der Stadthalle in den Folgejahren erheblicher Sanierungsbedarf bei der sanitären Einrichtung und allgemein in die Wärmedämmung bestehe. Künle prognostizierte: „Da kommt noch einiges auf uns zu“.