Im Wahlkampf wird mitunter mit harten Bandagen gekämpft. Guido Wolf bezichtigt Grün-Rot, die Menschen zu bevormunden.
Klappern gehört zum Handwerk. Leicht nachzuvollziehen deshalb, wieso Guido Wolf jetzt im Wahlkampf nicht nur sachlich die CDU-Positionspapiere zu den verschiedenen Politikfeldern vorstellt, sondern auch reichlich mit den Begriffen Bevormundung und Reglementierung arbeitet. Beides wirft Wolf Grün-Rot vor. Bei der Verkehrspolitik ist das als Tritt gegen das Schienbein von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zu verstehen. Doch an welcher Stelle gängelt Hermann die Bürger tatsächlich? Indem er versucht, sie auf Schiene und Rad zu bringen, weil das nicht nur die Länge der Staus reduziert, sondern auch die Schadstoffe? In Stuttgart muss die Luft sauberer werden, das bestimmt weder Hermann noch Wolf, sondern die EU. Hermann muss dort also für weniger Kfz-Verkehr sorgen. Um niemanden einzuschränken, setzt er auf freiwilligen Verzicht. Schon vergessen, Herr Wolf? Klappern im Wahlkampf ist okay. Aber Unwahrheiten zu verbreiten ist daneben.
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