Unser Autor hat etwas zu den Vorschlägen zum Ausgleich des Lehrermangels zu sagen. (Symbolbild) Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Bernd Weißbrod

Die Vorschläge zur Mehrarbeit von Lehrkräften sind Blödsinn, findet unser Autor.

Lehrkräfte arbeiten viel. Als Halbstarker kam mir das bei manchen meiner Lehrer nicht so vor. Heute weiß ich es besser. Nun schlägt die Kommission der Kultusministerien vor, dass Lehrkräfte doch bitte mehr arbeiten sollen. Auch Teilzeitmöglichkeiten könnten doch beschränkt werden.

 

Ich bin kein Experte, zumindest sitze ich in keiner Kommission, aber ich meine, aus persönlicher Erfahrung, dass mehr Arbeit in stressigen Zeiten nicht eben der Gesundheit förderlich ist.

Teilzeit hat meistens einen guten Grund

Wer Teilzeit arbeitet, tut dies gewöhnlich nicht ohne Grund, oft ist es der einzige Weg, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Wenn diese Möglichkeiten wegfallen, wer könnte da einen Berufswechsel ausschließen, um doch wieder in Teilzeit zu arbeiten?

Dem Lehrberuf den Rücken zu kehren oder wegen zuviel Arbeit einen Burnout zu erleiden und auszuscheiden, das ist meiner bescheidenen Meinung nach eher weniger förderlich, den Lehrermangel auszugleichen. Außerdem könnte es sich herumsprechen, dass der Beruf nicht eben angenehm ist. Das führt sicherlich nicht zu mehr Lehramtsstudenten.

Schüler leiden unter Stress der Lehrkräfte

Dass unter überarbeiteten Lehrkräften zu guter Letzt auch Schüler leiden, sollte wohl klar sein. Gestresste Lehrkräfte am Rande des Zusammenbruchs auf Kinder loszulassen, könnte dem Bildungsauftrag schaden. Aber was weiß ich schon. Ich bin schließlich in keiner Kommission.