Der S-Bahn-Tunnel in der Innenstadt ist stark ausgelastet. Foto: Leif Piechowski

Eigentlich wollte der Landesverkehrsminister im Ringen der Landkreise und der Landeshauptstadt mit dem Regionalverband um das Sagen bei Schnellbussen oder Bahnakten einen Kompromiss austüfteln. Weil die Kreise nicht mitmachen, droht Winfried Hermann mit dem Ende seiner Bemühungen, sagt Lokalredakteur Alexander Ikrat.

Eigentlich wollte der Landesverkehrsminister im Ringen der Landkreise und der Landeshauptstadt mit dem Regionalverband um das Sagen bei Schnellbussen oder Bahnakten einen Kompromiss austüfteln. Weil die Kreise nicht mitmachen, droht Winfried Hermann mit dem Ende seiner Bemühungen, sagt Lokalredakteur Alexander Ikrat.

 

Stuttgart - Bei der Gründung des Verbands Region Stuttgart sind die Väter auf halber Strecke stehen geblieben. Sie waren sich zwar einig, dass der Ballungsraum mit seinen besonderen Problemen eine besondere Rolle im Land spielen muss, sie machten ihn aber auf dem wichtigen Feld des öffentlichen Nahverkehrs zu nur einem von acht Bestimmern. 20 Jahre später rächt sich dieser Fehler bitter.

Auch unter Grün-Rot muss das Land im Zwist zwischen dem Verband und den Landkreisen um mehr Macht für die Region vermitteln. Der Karren ist so verfahren, dass Verkehrsminister Hermann die Lust verliert.

Die Menschen in der Region interessiert nicht, ob sie auf der Fahrt etwa von Leonberg nach Stuttgart gerade eine Kreisgrenze passieren. Sie wollen, dass es rollt – egal, ob in Auto, Bus oder S-Bahn. Da geht es nicht, dass sich der Bau einer Stadtbahnlinie zur Landesmesse um Jahre verzögert, weil mehrere Kreise beteiligt sind. Oder dass erst zig Gremien einverstanden sein müssen, bis eine Schnellbuslinie von Waiblingen nach Sindelfingen starten kann. Die Region braucht regionale Lösungen – das müssen die Landkreise und die Landeshauptstadt endlich kapieren.

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