George Orwell sollte Recht behalten – wie schaurig, findet unsere Kolumnistin.
Julian Assange und Alexej Nawalny haben sie letztlich drangekriegt: Während die weltweit prominentesten Vorkämpfer für Meinungs- und Pressefreiheit, beide gesundheitlich am Boden, in Einzelhaft im Knast schmoren, werden ungezählte Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und Oppositionelle in totalitären Staaten oder Pseudo-Demokratien mundtot gemacht.
Willkommen im Jahr 2023, das George Orwell sich 1949, als er „1984“ herausbrachte, wohl kaum schlimmer hätte vorstellen können. Der britische Autor hat andere Bilder dafür gefunden – der Inhalt ist derselbe.
Sein – leider – zeitlos aktuelles Werk mahnt uns zum eigenständigen Denken – dazu, vor dem Einschalten der modernen „Big Brothers“, die immer mithören, den Verstand einzuschalten. Und er mahnt uns, denselben wach zu halten und nicht jeden Blödsinn zu glauben, den irgendwer via Social Media in die Welt bläst.