Die Panzerpionierkompanie 550, stationiert in Stetten am kalten Markt, trat zur Kommandoübergabe auf dem Villinger Münsterplatz an, um Major Johannes Wendroth als Kommandeur zu verabschieden. Bei der Übergabe richtete Brigadegeneral Christian Friedl gleichzeitig eindringliche Worte an die Pioniere.
Seit nunmehr 25 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen der Doppelstadt und der Panzerpionierkompanie 550 aus Stetten am kalten Markt.
Alle drei Jahre findet die feierliche Kommandoübergabe der Kompanie in Villingen-Schwenningen statt. Neben zahlreichen interessierten Bürgern nahmen auch viele Ehrengäste an der Zeremonie auf dem Münsterplatz teil. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom 1. Regiment de Tirailleurs, das aus Frankreich angereist war.
Nach drei Jahren an der Spitze der Kompanie salutierte Major Johannes Wendroth ein letztes Mal vor der „letzten selbstständigen Panzerpionierkompanie des deutschen Heeres“ und übergab das Kommando an seinen Nachfolger, Hauptmann Dennis Hausch. Dieser übernahm nach der Entbindung seines Vorgängers umgehend die Leitung der Einheit.
„Einer für alle, alle für einen“
Unter seinem Motto „Einmal 550, immer 550“ dankte er den Pionieren für ihren hervorragenden Einsatz und betonte den Wert des Zusammenhalts: „Einer für alle, alle für einen. Ihr seid ein Beispiel dafür.“ Die Führung der Kompanie sei ihm eine große Ehre gewesen und habe ihn jeden Tag mit Stolz erfüllt.
Major Wendroth wird künftig am Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg teilnehmen.
Oberbürgermeister Jürgen Roth betonte die intensiv gelebte Patenschaft zwischen der Stadt und der Kompanie. Er erinnerte an gemeinsame Veranstaltungen wie den Volkstrauertag, die Fasnet und Stadtfeste und kündigte an, dass im Juni Jubiläumsfeierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft stattfinden werden.
Ein Appell des Generals
Brigadegeneral Christian Friedl, der die Kommandoübergabe auf dem Münsterplatz leitete, unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung der Einsatzbereitschaft. „Der Führer wechselt zwar, doch die Gruppe bleibt“, betonte er. Angesichts der aktuellen Lage in Europa und der Ukraine sei keine Zeit zu verlieren. Er richtete einen direkten Appell an die Panzerpioniere: „Falls der Auftrag kommt, an die Ostflanke der Nato zu gehen, brauchen wir jeden Einzelnen von Ihnen.“ Nur durch gemeinsame Einsatzbereitschaft könne die Truppe ihre Aufgabe erfüllen. „Meine direkte Aufforderung lautet daher: Bereiten Sie Ihre persönliche Einsatzfähigkeit vor. Diese beginnt im Kopf. Wir brauchen niemanden, der sich im Ernstfall auf die Ersatzbank setzt.“
Die Kommandoübergabe endete mit den Nationalhymnen Deutschlands und Frankreichs.