Die Kolpingsfamilie Salzstetten hat Starthilfe für Frauen als Jahresprojekt 2026 ausgewählt.
Christen in Myanmar leiden unter den Folgen des Bürgerkriegs, Flucht und Naturkatastrophen. Die Kolpingsfamilie Salzstetten hat ein Frauen-Projekt im Nachbarland von Thailand zum Jahresprojekt 2026 für ihre Aktion Entwicklungshilfe ausgewählt. Der Arm christlicher Nächstenliebe reicht bis nach Südostasien.
Kleinkredite sind ein bewährtes Mittel der Armutsbekämpfung. Ein Mikrokredit bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe. Mit dieser Initiative möchte Kolping International Frauen im früheren Birma stärken, sich dank eigenem Einkommen unabhängig zu machen. „Obwohl Frauen in allen Bereichen hart arbeiten, dürfen sie nicht mitbestimmen“, berichtet Stephen Tino, Vorsitzender von Kolping Myanmar. „Deshalb ist es so wichtig, sie auszubilden und dann durch einen Kleinkredit zu stärken.“
Mit dem eigenen Einkommen steigt das Ansehen
Sobald die Frauen als Kleinunternehmerinnen eigenes Geld verdienen, steigt auch das Ansehen innerhalb der eigenen Familie, des Dorfes und in der Gesellschaft. Ihr Hobby zum Beruf gemacht hat beispielsweise Ma Zin Thwe Thein in Sittwe/Myanmar. Aufgrund der Kolping-Anschubfinanzierung kann die erfolgreiche Geschäftsfrau den Unterhalt für die ganze Familie sichern.
Nachdem sie bei Kolping einen Nähkurs besucht hat, schaffte es die geschickte Schneiderin, sich dank eines Kleinkredites selbstständig zu machen. Sie konnte so Stoffe und eine Nähmaschine kaufen und ein Geschäft eröffnen. „Ich habe viele Kunden und gebe auch Nähkurse. Durch meinen Beruf kann ich meine Familie unterstützen und habe ein regelmäßiges Einkommen.“
Myanmar ist ein mit Bodenschätzen reiches Land, aber ein armes Land für die Menschen. Seit dem Militärputsch 2021 herrscht dort ein Bürgerkrieg, der drei Millionen in die Flucht getrieben hat. In einigen Regionen richtet sich die Gewalt der Militärjunta gezielt gegen christliche Dörfer: Kirchen, Schulen und Krankenhäuser werden bombardiert.
Christen gehören einer Minderheit an. Sie stellen im überwiegend buddhistischen Myanmar sechs Prozent der Bevölkerung. Lediglich 1,5 Prozent davon sind katholisch. Myanmar ist immer wieder von Naturkatastrophen betroffen: Tsunamis und verheerende Erdbeben fordern Menschenleben und richten große Schäden an.
Die Kolpingsfamilie Salzstetten fördert weitere drei Projekte: Straßenkinder in Kinshasa, in Kongos Hauptstadt, werden von der Steyler-Mission betreut. Sie bietet neben einem Obdach und medizinischer Versorgung auch Ausbildung für berufliche Perspektiven. Sie kann aber nur einen Teil von über 25 000 Straßenkindern erreichen.
Im ostafrikanischen Mosambik unterstützt die Kolpingsfamilie den Aufbau eines Gesundheitszentrums, das die Benediktiner in Mecúa verwirklichen wollen.
Für hunderte Kinder ein warmes Mittagessen
Hunderte von Kindern aus armen Familien bekommen in der katholischen Pfarrei San Pedro in Huánuco in Peru täglich ein warmes Mittagessen. Die Kinderspeisung wird seit 1971 von der Kolpingsfamilie Salzstetten gefördert, weil dort der gebürtige Salzstetter Comboni-Missionar Anton Dettling über 20 Jahre lang wirkte.
Mit einer Spende kann man helfen
Die Direkthilfe
versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Getragen wird die Aktion auch durch das Gebet. Das Jahresprojekt 2026 in Myanmar wird mit 50 Prozent gewichtet und die restlichen Spenden verteilen sich auf die weiteren drei Projekte in Kongo, Mosambik und Peru.
Da Haussammlungen
, die seit 1971 in Salzstetten erfolgreich praktiziert worden sind, aus verschiedenen Gründen nicht mehr durchführbar sind, werden die Spender gebeten, ihre Zuwendungen zeitgemäß per Banküberweisung auf die Spendenkonten der Kolpingsfamilie Salzstetten bei den örtlichen Banken vorzunehmen.
Überweisungsformulare
liegen am Eingang der katholischen St. Agatha-Kirche Salzstetten auf. Spendenwillige, auch außerhalb von Waldachtal, finden die Spendenkonten auf der Homepage der Katholischen Seelsorgeeinheit Waldachtal/Pfalzgrafenweiler: se-waldachtal-pfalzgrafenweiler.de / Missionsprojekt / Kolpingsfamilie Salzstetten (blauer Link) / Aktion Entwicklungshilfe.
Die Unterstützung
der Missions-Benediktiner, welche mit Salzstetten durch den früheren Abt Harduin Bießle verbunden sind, kann neben finanziellen Spenden auch aus anderen Mitteln bestehen.
Gern angenommen
werden Briefmarken aller Art, Sammlungen, Ansichtskarten aus aller Welt, Feldpostkarten, Münzen aller Art, aller Länder, aller Zeiten, Notgeld und Banknoten, Deutsche Mark, Medaillen, Orden, Anstecker, Schmuck, Zahngold, Tafelsilber, Zinn-, Messing- und Kupfergegenstände, Taschen- und Armbanduhren, Fotokameras, gutes Geschirr und gute Gläser.
Postpakete mit diesen Sachspenden
können gesendet werden an: Abtei Königsmünster, Missionsprokura, Klosterberg 11, 59872 Meschede.