Die Kolpingsfamilie Salzstetten fördert mit 2800 Euro christliche Projekte in Kongo, Mosambik, Myanmar und Peru.
Ein erfreuliches Spendenergebnis von 2800 Euro meldet die Kolpingsfamilie Salzstetten für ihre Aktion Entwicklungshilfe 2024.
„Seit Corona ist dies das höchste Ergebnis“, konstatiert Kolping-Finanzbeauftragter Hans Dausch. Gegenüber dem Vorjahr mit 1552 Euro gab es eine deutliche Steigerung.
Die Spenden kommen christlichen Projekten in Kongo, Mosambik, Myanmar und Peru zugute. Das Jahresprojekt 2024 „Straßenkinder in Kinshasa“ wird mit einem Anteil von 1400 Euro gefördert. Je über 466 Euro entfallen auf den Aufbau eines kleinen Gesundheitszentrums der Benediktiner in Mosambik, auf ein Frauen-Projekt des Internationalen Kolpingwerkes in Myanmar und für eine Kinderspeisung der Comboni-Missionare in Peru. Seit über 50 Jahren hat sich die Direkthilfe als Hilfe zur Selbsthilfe bewährt.
Seit 1971 Spenden von 174 279 Euro gesammelt
Die Gesamt-Spendensumme von 1971 bis 2024 beläuft sich auf über 174 279 Euro. Hilfsbedürftigen Menschen soll damit in ihren Heimatländern geholfen werden. Mit den Zuwendungen aus der Waldachtalgemeinde sollen die Chancen der jüngeren Generation erhöht werden. Bildung im Allgemeinen und eine Berufsausbildung im Speziellen sind eine gute Startbasis für ein gelingendes Leben.
Zum Jahresprojekt 2024: In der Hauptstadt des Kongos, einer Stadt mit über zehn Millionen Einwohnern, leben 20 000 bis 25 000 Kinder auf der Straße. Viele Menschen in Kinshasa sind arm und verdienen nicht mehr als zehn Euro pro Monat. Die Arbeitslosigkeit ist hoch und nur etwa die Hälfte der Kinder geht zur Schule. Oft reicht das Geld nicht aus, die Familie zu ernähren.
Aus vielerlei Gründen werden Kinder ausgesetzt und haben keine familiäre Geborgenheit mehr. Auf sich allein gestellt, versuchen die traumatisierten Straßenkinder sich durchzuschlagen. Sie sind mittellos und leben auf der Straße. Ihr tägliches Essen suchen sie im Müll.
Bereits 1981 wurde von den Steyler Missionaren das Hilfswerk Orper gegründet, welches sich um diese Kinder kümmert. Dieses unterhält Auffangzentren und Heime zur Betreuung von 3000 Kindern. Schutzhütten und Wohngruppen bieten den Kindern einen geschützten Lebensraum. Hier bekommen die Straßenkinder zu essen und einen strukturierten Tagesablauf. Ermöglicht wird eine Berufsausbildung. Handwerkliche und künstlerische Fähigkeiten werden vermittelt. Sportliche Aktivitäten sind ein wichtiges Element.
Die Mitarbeiter helfen tagsüber und nachts
Das Steyler Hilfswerk Orper beschäftigt 55 Angestellte und 20 Hilfskräfte und finanziert sich überwiegend aus Spenden. Steyler-Mitarbeiter fahren mit einem Minibus tagsüber und nachts zu 30 Plätzen mit einer Krankenschwester und einem Lehrer an Bord, um den Kindern zu helfen. Ziele der Steyler-Mission sind der Schutz der Kinder, die Wiedereingliederung in die Familie und in das soziale Umfeld sowie eine berufliche Ausbildung.