Der Kolpingchor ist eine wichtige Gruppe des Vereins – und einer der beiden vereinseigenen Chöre. Foto: Kolping

Die Kolpingsfamilie Hardt feiert am Samstag, 11. April, ihr 75-jähriges Bestehen für geladene Gäste. Ein Blick in die Geschichte offenbart viel Spannendes.

Helmut Haberstroh gab 1983 den Vorsitz an Xaver Klausmann weiter, der die Kolpingsfamilie mit Unterbrechungen – Anton Ganter übernahm zwischendurch – bis 1998 leiten sollte.

 

Politisch wurde es im Jahr 1988, als der Verein ein mehrteiliges Seminar zum „Schutz des ungeborenen Lebens“ und zur Neufassung des Abtreibungsparagrafen 218 veranstaltete. Das politische Element blieb bis heute bestehen – unter anderem bietet die Kolpingsfamilie seit 1993 vor den Kommunalwahlen die Vorstellung der Gemeinderatskandidaten an.

Bei den Dorffesten dabei

Bei der großen Renovierung der Pfarrkirche Ende der 1980er-Jahre halfen die Mitglieder der Kolpingsfamilie tatkräftig mit. Im Februar 1990 wurde ein Diskussionsabend zum Thema „Deutsche Wiedervereinigung“ und die Folgen für die ehemalige DDR und die Bundesrepublik angeboten.

Von Anfang an ist der Verein bei den Hardter Dorffesten dabei. Die einladende Laube bei der Raiffeisenbank wird seitdem von den Gästen immer wieder gerne angesteuert.

Auch bei der Seligsprechung von Adolph Kolping 1991 zeigten die Hardter Flagge: Oskar und Klothilde Flaig, Martha und Alois Fehrenbacher, Xaver Klausmann und Jochen Haberstroh reisten dafür eigens auf den Petersplatz nach Rom.

In Rom waren 1991 bei der Seligsprechung Kolpings Oskar und Klothilde Flaig, Jochen Haberstroh, Martha und Alois Fehrenbacher und Xaver Klausmann. Foto: Kolping

1992 wurde der Gesellenball von der Halle in den Adolph-Kolping-Saal verlegt – und das hatte seinen Grund. Die Akteure störten sich am Lärmpegel im hinteren Teil der Halle und so erfolgte die Veranstaltung von da an im Kolping-Saal – bis zu deren Aus angesichts des Mangels an Akteuren und Arbeitskräften.

Einsatz für die Jugend

Einen Wechsel gab es bei der Position des Präses im Jahr 1995: Pfarrer Peter Weckenmann wurde in den Ruhestand verabschiedet, sein Nachfolger Richard Fischer übernahm.

Die Kolpingsfamilie setzte sich auch für die Jugend ein. So gab es mehr als 2000 Arbeitsstunden für den Bau des „Hardt-Rock-Cafés“ im Obergeschoss des Gemeindezentrums. Der Zulauf war vor allem in den Anfangsjahren enorm. Einen Wechsel im Führungsteam gab es 1998, als Gerhard Gaus von Xaver Klausmann übernahm.

Beim Kolpingtag in Köln

Das neue Jahrtausend begann mit einem Gespräch zum Thema „Ehre, Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit unserer Politiker/innen“, wobei das Erscheinungsbild nach der Parteispendenaffäre der CDU emotional mit den Vertretern der Parteien diskutiert wurden. Wenig später reisten 37 Mitglieder zum Kolpingtag nach Köln, wo sie Gemeinschaft pur erlebten. Das kameradschaftliche Miteinander blieb den Teilnehmern lange in Erinnerung.

Das 50-jährige Bestehen wurde 2001 mit einem Jubiläumswochenende über zwei Tage gefeiert. Nach einem Abend mit bunter Unterhaltung folgte tags darauf ein Familiennachmittag rund um das Gemeindezentrum.

Viele neue Gruppen

Nach dem Jubiläum wurde der Verein einmal mehr neu aufgestellt. So wurden im Laufe der Zeit viele verschiedene Alters- und Interessensgruppen gegründet – wie die Evergreens, der Frauentreff Pour Elle und Mittendrin, der Treff Junge Familie, Family & Friends, das K-Team, die Kolping-Kids sowie mit dem Kolpingchor und den Fis(c)herman’s Friends gleich zwei Chöre. Im aktuellen Jubiläumsjahr leiten Marion Göllinger und Marion Günter die Kolpingsfamilie.

Die Fis(c)herman’s Friends zeigen bei vielen Anlässen Flagge – wie hier bei der Landesgartenschau 2010. Foto: Kolping

Hinzu kamen in all den Jahren viele Aktivitäten wie Sternwanderungen, Maiandachten, Ausflüge, Hüttenwochenenden, Bezirks- oder Diözesanveranstaltungen, Seminare oder Vorträge zu aktuellen Themen.