Christoph und Katharina Dold (von links) werden zum 6. Januar das Bergrestaurant Kolmenhof schließen. Alexandra Bursian von der Stadtverwaltung wünscht den beiden Wirtsleuten alles Gute für den Neuanfang mit einem etwas anderen Hotelbetrieb. Foto: Stefan Heimpel

Das beliebte Bergrestaurant schließt nach dem 6. Januar 2026. Christoph und Katharina Dold planen einen Ort der Achtsamkeit inmitten der Natur. Was steckt dahinter?

„Wir haben so richtig Lust auf was Neues. Es ist der größte Schritt für uns im Kolmenhof, seit wir das Haus in dritter Generation übernommen haben. Wir haben jetzt ein ganz neues Business“, erläutern Katharina und Christoph Dold. Es geht um die großen Veränderungen, die im Januar im Höhengasthaus Kolmenhof anstehen.

 

Auf ihrer Homepage formulieren heißt es kurz und bündig: Ab 2026 wird der Kolmenhof zum Ort der Achtsamkeit mitten in der Natur am Ursprung der Donau. „Unser Restaurant ist noch bis einschließlich 6. Januar geöffnet. Ab dem 7. Januar schlagen wir neue Wege ein“, sagt das Ehepaar Dold.

Konkret bedeutet dies, dass speziell das Restaurant „Kolmenhof“ an der Donauquelle schließt. Besucher von Donauquelle oder Martinskapelle können hier nicht mehr Rast machen. Der Zugang zur Donauquelle ist natürlich weiterhin immer möglich.

Der Hotelbetrieb dagegen läuft weiter, aber in neuer Art und Weise. Ein zentrales Angebot im Kolmenhof ist künftig die Anmietung des ganzen Hotels als Einheit. Dies bietet sich gleichermaßen an für Familientreffen, Hochzeiten, Geburtstage wie auch für Seminarveranstaltungen von Firmen und Institutionen.

„Retreats“ zum Entspannen

Geplant sind ebenso „Retreats“ (bedeutet „Rückzug“). Das ist eine geplante Auszeit vom Alltag, um sich in einer ruhigen Umgebung auf sich selbst zu besinnen, zu entspannen, neue Energie zu tanken und die persönliche (mentale, körperliche, spirituelle) Entwicklung zu fördern, oftmals unter der Anleitung von Coaches. Bei diesen Retreats, Firmenveranstaltungen und Familienfesten bietet der Kolmenhof zwei Vorteile: Zum einen sind die Nutzer alleine in dem Haus und unter sich. Zum anderen bietet der Kolmenhof in seiner idyllischen Lage im Schwarzwald Ruhe und Natur ringsherum.

An Fastnacht kommen viele Stammgäste

Während das A-la-carte-Restaurant nun schließt, läuft der normale Hotelbetrieb für Einzelgäste weiter, und dies auch für Halbpension. So seien gezielt die Ferienzeiten frei gehalten, erklärt Christoph Dold. An Fastnacht seien bereits die meisten Zimmer durch Stammgäste belegt. Auch in den übrigen Zeiten im Jahr gibt es immer wieder Termine, an denen keine Veranstaltung im Haus geplant ist, also alle Zimmer für den normalen Hotelbetrieb zur Verfügung stehen. Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, dass bei einem Seminar oder anderen Veranstaltungen nicht alle Zimmer gebucht werden.

Buchung künftig online

Dann stehen, manchmal kurzfristig, weitere Zimmer für Einzelbuchungen zur Verfügung. Die Buchung laufe künftig vor allem online ab. Hier sehen die Interessenten gleich, ob noch Zimmer zur Verfügung stehen.

Es waren verschiedene Gründe, die für Katharina und Christoph Dold entscheidend waren, diesen Schritt zu gehen: Zum einen war es natürlich die Spannung, wieder einmal etwas ganz Neues zu beginnen. Beide sind seit rund 30 Jahren in der Gastronomie tätig. Zuerst im jeweiligen elterlichen Betrieb, seit 18 Jahren nun gemeinsam auf dem Kolmenhof. Zum anderen hat auch die Gastronomie mit schwierigen Entwicklungen zu kämpfen. Steigerungen bei den Kosten für Lebensmittel oder Personal.

Saisonal und wetterabhänging

Vor allem war der Restaurantbetrieb auf dem Kolmenhof sehr saisonal und wetterabhängig. Bei schönem Wetter im Winter oder im Sommer waren die bis zu 180 Plätze im und vor dem Lokal oft besetzt. Bei schlechtem Wetter kam kaum jemand. Dies war auch personaltechnisch kaum noch planbar. Ende Januar beginnt im Kolmenhof die neue Ära. Das Restaurant ist bis einschließlich 6. Januar geöffnet. Anschließend folgen bis zum Start des neuen Hotelbetriebs letzte Umbauarbeiten.

Die letzten Öffnungstage

Das Restaurant ist bis Weihnachten von Freitag bis Sonntag von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Von 22. bis 24. Dezember ist geschlossen. An den Weihnachtsfeiertagen sowie am 27. und 28. Dezember werden von 12 bis 20 Uhr Gäste bewirtet, am 29. Dezember von 12 bis 16 Uhr. Um 17 Uhr findet die Fackelwanderung statt (mit Reservierung). 30. Dezember ist Ruhetag. Silvesterabend nur mit Reservierung. Vom 1. bis 6. Januar ist noch einmal von 12 bis 20 Uhr geöffnet.