Nach zwei gelungenen Schulkinotagen befassen sich Anke Weier und ihr Koki-Team weiter mit der Zukunftsfrage.
Wie aus der jüngsten Gemeinderatssitzung hervorging, ist für die Verdunkelung mit einem Baldachin und dem Einbau einer neuen Traverse auch eine Summe von 50 000 Euro für 2026 vorgesehen. Allerdings sei derzeit noch eine Selbstbeteiligung des Kommunalen Kinos im Gespräch.
„Wir dürfen aber im Sinne der Medien- und Film-Gesellschaft Baden-Württemberg, die uns fördert, nicht in ein Gebäude investieren, das nicht unser Eigentum ist“, informieren Weier und ihr Team.
Außerdem würde zusätzlich zur normalen Miete pro Veranstaltung eine nicht unerhebliche Summe für den neuen Baldachin anfallen, der manuell vor jeder Veranstaltung auf- und wieder abgebaut werden müsste.
Es besteht Finanzierungslücke
Insgesamt bestehe zwischen dem ehemaligen Lindensaal und dem Kesselhaus als Spielstätte für das Kommunale Kino eine Finanzierungslücke, so Anke Weier. „Es ist also noch weiter kein Land in Sicht.“ Sie mache aber keine Kompromisse, denn „ich muss langfristig denken, auch für spätere Nachfolger des Kokis“.
Die Rahmenbedingungen sollten am Ende sowohl für die Stadt als auch für das Kommunale Kino stimmen, „wir dürfen nicht ins Minus gehen, sonst wird uns die Gemeinnützigkeit aberkannt“, betont die engagierte Vorsitzende, auch mit Blick auf die große ehrenamtliche Tätigkeit des Koki-Teams. „Wir machen vieles für die Stadt, auch gegen Vereinsamung von Jung und Alt und unterstützen die Schulen.“ So sei das Kommunale Kino seit Jahrzehnten ein Treffpunkt für viele Trossinger sowie aus dem Umkreis.
Hoffen aufbaldiges Ergebnis
Die Frage „Wann geht es endlich wieder los“ kann Anke Weier derzeit nicht beantworten, zu vieles ist noch in der Schwebe. Sie hofft aber auf ein „baldiges gemeinsames Erlebnis im Kinosaal“, denn an Ideen und Projekten mangelt es nicht.
„Ich habe ein großes Schulprojekt für den Herbst 2026 unter dem Motto ‚Der Ozean fängt in Trossingen an‘ zum brandaktuellen Thema Klimaschutz, kann aber noch nichts fixieren.“ Auch die Ortssenioren stehen in den Startlöchern, weiß Anke Weier. Geplant sei vier Mal jährlich sonntags „Kuchen und Movie“.
Einige neue Ideen
Gerne hätte sie gemeinsam mit dem Kunstverein Trossingen den Film über die aus Trossingen stammende Künstlerin Angelika Nain präsentiert, der vor wenigen Wochen dann in Donaueschingen Premiere hatte. Und nicht zuletzt denkt sie auch an die seit Jahren mit der Hochschule für Musik praktizierte Kooperation Singapur Connection, die sich gut etabliert hat.
Doch die Hoffnung auf einen Wiederstart des Kommunalen Kinos, das seit mehr als vier Jahrzehnten einen hohen kulturellen Stellenwert hat, stirbt bekanntlich zuletzt.