Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Königsfeld Wincent Weiss singt vor Zinzendorfschülern

Von
Gefühlvoller Gesang im Kirchensaal: der Sänger Wincent Weiss. Foto: Stiegler

Königsfeld - Wincent Weiss hat den Schülern der Zinzendorfschulen ein sympathisches und gut gelauntes Privatkonzert gespielt – live und unplugged. Den Auftritt gewannen die Schüler durch ihr Engagement für die Kindernothilfe.

Wincent Weiss hat nur zwei Stunden geschlafen. Um 6 Uhr klingelte am Morgen in Berlin der Wecker. Um 8 Uhr Abflug nach Basel, dann über die Landstraße bis nach Königsfeld. Am späten Nachmittag soll es weiter gehen nach München.

Nichts davon ist dem sympathischen Sänger anzumerken, als er im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine auf den Bänken steht und vor begeisterten Schülern seine Hits zum Besten gibt.

Für diesen Moment ist er ganz da, gehört den Kindern, nimmt sich Zeit und reißt alle im Saal mit seiner Energie mit. "Lass uns leben wie ein Feuerwerk", singt er in den Saal, wirft die Arme in die Höhe und hunderte Kinderstimmen setzen euphorisch in den Refrain mit ein. Arme recken sich ihm entgegen, jeder will mal abklatschen. "Lass uns ein bisschen quatschen und zwischendurch Musik machen", ruft er 26-Jährige zwischen zwei Songs. Wer eine Frage an ihn habe, solle sich melden. Spätestens ab diesem Moment hält es die Kinder nicht mehr auf den Bänken.

Mehr über seinen Besuch in Königsfeld in unserem Videobericht:

Im Kirchensaal sind die Fünft- bis Neuntklässler der Zinzendorfschulen versammelt. Doch heimlich schleichen sich auch einige ältere Schüler auf die Emporen, um ihren Star live und unplugged zu erleben. Verdient haben sie sich den Auftritt durch ihr soziales Engagement.

Seit elf Jahren beteiligen sich alle fünften und sechsten Klassen an der Kampagne der Kindernothilfe "Action!Kidz – Kinder gegen Kinderarbeit". Durch gemeinsame Spendenaktionen, beispielsweise dem Verrichten kleiner Hilfsarbeiten in der Nachbarschaft, haben die Schüler im vergangenen Jahr fast 5000 Euro gesammelt und somit die deutschlandweite Gesamtspendensumme der Kampagne von einer Million Euro geknackt. Der Preis: ein Besuch von Wincent Weiss – inklusive Selfies und Autogrammen.

Geld gegen Kinderhandel und Ausbeutung

Mit den Spenden des vergangenen Jahres baute die Kindernothilfe Lernzentren in Indien und ermöglichte so Jungen und Mädchen, die den ganzen Tag in Ziegeleien schuften müssen, ihre Schulbildung nachzuholen. In diesem Jahr soll das Geld nach Äthiopien gehen und gegen Kinderhandel und Ausbeutung eingesetzt werden. "Manche Menschen dort sind so arm, dass sie allen ernstes ihre eigenen Kinder verkaufen, weil sie sie nicht mehr ernähren können", erklärt Angelika Böhling, Pressesprecherin der Kindernothilfe, den Schülern. Doch in den vergangenen elf Jahren hätten die Zinzendorfschulen ungefähr 60.000 Euro gesammelt. "Das finde ich irre."

Weiss ist seit 2015 Botschafter der Kindernothilfe. "Ich möchte gerne Vorbild sein", sagt er. Er sei zwar nicht dazu da, Kinder zu erziehen, aber er versuche, seinen jungen Fans mit Aktionen wie dieser wichtige Werte und eine Sensibilität für soziales Engagement zu vermitteln. "Ich möchte meine Kraft, die ich durch die Medien habe, nutzen, um Aufmerksamkeit zu schaffen." Als Jugendlicher habe er die Kindernothilfe nicht gekannt. Auf Lehrer hätte er damals nicht gehört. Aber Musiker, Idole, kommen mit ihren Botschaften an junge Menschen besser ran.

Sänger begrüßt Handy-Verbot

"Man sollte immer man selbst sein, das ist mein Erfolgsgeheimnis", rät der junge Musiker noch. "Seid, wie ihr seid." Soziale Medien sieht er daher auch oft kritisch.

Nach mitreißenden Liedern wie "Musik sein" und "Hier mit dir" verrät ein Schüler dem Sänger, dass die Lehrer während des Konzerts Handyverbot erteilt hätten. Eigentlich keine schlechte idee, findet auch Wincent Weiss. Oft blicke er von der Bühne auf mehr Handys als Gesichter. Er rät: Lieber mal weglassen. "Genießt den Moment. Egal ob Konzert oder Feuerwerk. Nehmt das wahr und genießt es."

Fotostrecke
Artikel bewerten
6
loading

Ihre Redaktion vor Ort St. Georgen

Nadine Klossek

Fax: 07724 94818-15

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.