Schüler der neunten und zehnten Klassenstufen der Zinzendorfschulen tauschen sich bei ihrer Abschlussfahrt mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei aus. Foto: Friedrich Foto: Schwarzwälder Bote

Bildung: Schüler treffen in Berlin den Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei / Viele Fragen mitgebracht

26 Schüler der neunten und zehnten Klassenstufen der Königsfelder Zinzendorfschulen befinden sich im Rahmen ihrer Abschlussfahrt in der Bundeshauptstadt.

Königsfeld. Neben dem Besuch von zahlreichen Ausstellungen wie "Topographie des Terrors" oder "Story of Berlin" und Sehenswürdigkeiten wie dem Checkpoint Charlie oder dem Brandenburger Tor stand auch ein Abstecher in den Deutschen Bundestag zur Vertiefung des politischen Schulwissens auf dem Programm.

Zweigeteiltes Leben

"Als Abgeordneter führt man ein zweigeteiltes Leben", meinte der CDU-Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei bei seiner Begrüßung in einem Besprechungsraum des Paul-Löbe-Hauses, in dem die Ausschüsse des Bundestages beheimatet sind. "Die Hälfte des Jahres ist man als Bundestagsabgeordneter von Montag bis Freitag in Berlin, wo man im Rahmen seiner Aufgaben eine Reihe von fixen Terminen und Sitzungen durchläuft", startete Frei seine Ausführungen zu seinen Aufgaben und seiner Arbeit im Parlament. In seinem Falle betrifft das die Mitgliedschaft im Unterausschuss Zivile Krisenprävention, dem Europaausschuss und dem Auswärtigen Ausschuss, im Parlamentskreis Mittelstand oder auch der Arbeitsgruppe Kommunalpolitik, in denen er sich bundespolitisch für die CDU einbringt und deren Funk tionsweise er in der Folge plastisch für die Schüler erklärte.

In der Diskussions- und Fragerunde drehte sich vieles darum, wie Frei in die Politik eingestiegen ist, um seine Perspektiven nach der Politik, negative Auswirkungen des Berufs auf das Familienleben, Berührungspunkte mit der Bundeskanzlerin, die Gefahren von amerikanischen Strafzöllen auf die Unternehmen im Schwarzwald-Baar-Kreis sowie Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Gesellschaft.

Diskussion über Rente

Ein reger Austausch entstand zum Thema Rentenentwicklung. Der Abgeordnete erklärte die drei möglichen Stellschrauben bei der Rente – Beitragshöhe, Rentenhöhe und Renteneintrittsalter. Aus seiner Sicht kann es eine sinnvolle und finanziell tragbare Lösung nur über eine an der gestiegenen Lebenserwartung orientierten Lebensarbeitszeit geben.

Er stellte aber auch klar, dass es aufgrund der unterschiedlichen körperlichen und psychischen Belastung in verschiedenen Berufen künftig kein starres Rentenalter geben kann. "Ein Politiker kann durchaus bis 75 arbeiten, Pädagogen etwa wegen des Lärms von Kindern oder Bauarbeiter wegen der körperlichen Belastung hingegen nicht."

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: